Das ging schnell. Da hab ich vor ein paar Tagen noch den Frühlingsbeginn abgefeiert und heute knackt das Thermometer mal eben die 26°C. In den nächsten Tagen gibts sogar noch eine Schippe drauf, wahrscheinlich klagen die ersten Nörgler bereits wieder über "diese Hitze". Ich finds super. Und rein zufällig genieße ich ein paar Urlaubstage, was liegt also näher einfach mal mitten in der Woche tagsüber den Wald (zurück) zu erobern, da war ich lange nicht.
Es ist ja wirklich immer wieder schön, einerseits auf sanften Waldwegen zu laufen (der Zehenschuhträger freut sich), aber vor allem wieviel Spaß es macht diese paar Höhenmeter auf und ab zu traben. Mal nicht auf die Zeit zu schielen, sondern einfach bloß gemütlich herumzuschlappen und das frische Grün zu geniessen.
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Ich bin meine "übliche 18km-Runde" gelaufen, immerhin mehr als die Hälfte davon geht auch wirklich durch den Wald, ein Teil durch Wiesen und je 3km für "An-/Abreise" über Asphalt (die werden selbstredend auch immer gelaufen, ich bin viel zu faul das Rad für so eine Kurzstrecke aus dem Keller zu holen).
Wahrscheinlich wiederhole ich das morgen einfach nochmal, Wetter und Urlaubstage sollte man ja ausnutzen :-)
  
Liebe Margitta, sobald ich mich "eingetrottet" hab, dann bin ich sehr zufrieden, das stimmt und das tut sehr gut. Da kann mich auch kein urplötzlicher Sommer bremsen, da wird einfach das Tempo ein wenig runtergefahren und schon lässt es sich gut im schattigen Wald laufen.
Ich kann nur sagen, dass generell die Umstellung auf minimale Schuhe meinen Beinen und Füßen einfach nur gut getan hat. Die Sprunggelenke sind mittlerweile sehr kräftig, die Füße viel beweglicher und die Fußsohlen "sprechen" viel intensiver mit mir. Auch nach dem Laufen, und das ist wirklich total klasse.
Auf jeden Fall! - und da pass ich auf ;-)
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Lieber Oliver,
also ich mecker nicht weil es warm ist. Ich finde es gerqade einfach nur genial :-)
Sonne, alles wächst und gedeiht und alles fühlt sich leichter an.
Was besseres als ein paar Tage Urlaub kann einem da gar nicht passieren. Genieß es.
Ich laufe ja fast immer im Wald. Für mich ist Asphalt etwas ungewohntes. Und gerade jetzt, wo der ganze Wald erwacht, ist es unglaublich schön.
Außerdem ist es dort auch meistens gar nicht so heiß :lol:
Liebe Grüße
Helge
  
Liebe Helge, genau, wir sollten uns freuen, nächste Woche wirds eh wieder kälter, da gehört dieser Schwung an Sommer einfach mal genossen. Dass ich zufällig auch noch Urlaub hab ... naja, Glückskind ... :-D
Ob Asphalt oder Wald, ich hab immer die Wahl, aber demnächst wird wieder mehr Zeit im Wald verbracht, Vorbereitung für die nächsten Abenteuer.
Liebe Grüße, Oliver

  
Nachdem der Jahresanfang bei mir ja eher von kürzeren Läufen geprägt war, beziehungsweise ich einfach fast immer nur meine flache "Hausrunde" (ca. 16-18km) gelaufen bin, kommen in den letzten Wochen dank des Frühlingsanfangs endlich wieder ein paar +30er zusammen. Ich gestehe, dass ich im späteren Winter einfach keine Lust mehr für längere Sachen hatte, oft war es zu dunkel, die Winterklamotte nervten und es gab einige echt energielose Tage (arbeitsbedingt). Das alles hat mir scheinbar nicht geschadet, dafür macht es jetzt wieder doppelt so viel Spaß und ich hab so richtig bock auf längere Strecken.
Aber Obacht, die Sonne hat schon mehr Kraft als man glaubt! Letztes Wochenende bin ich knapp am Sonnenstich vorbeigerauscht, hab mit ach und krach langsame 32km geschafft, inklusive einer kleinen Eis- und Trinkpause (ich hatte höllischen Durst!), und war richtig froh wieder zu hause zu sein. Kappe vergessen, selbst schuld.
Gelernt und gemerkt, heute ging es erneut auf eine 32km Rhein-Runde, diesmal mit Kappe und das war gut so. Zuerst noch bedeckt und mit angenehmen 15°C, kam später die Sonne raus und die Temperatur kletterte hoch auf 20°C. Ich konnte dank kühlem Kopf völlig frei und gemütlich traben, war bemüht das Tempo unten zu halten und hab ganz einfach jeden Kilometer genossen. Weder im Kopf noch in den Beinen kam Müdigkeit auf, diesmal lief einfach alles rund, hab auf der gesamten Strecke mal grade zwei Schlückchen Wasser benötigt, sehr beruhigend nach der Vorwoche.
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Nach 14km mitten in der Ilvericher Altrheinschlinge. Hinten ist die Brücke der A44 zu sehen, die gehört zu meiner Route um von "meiner" Rheinseite auf die andere zu gelangen.

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Man glaubt es kaum, aber wir haben hier auch Deiche, hier laufe ich bei ca. km18 einen ab um schnell von Meerbusch zurück zum Rhein zu kommen. Ganz hinten sind wieder die V-förmige Stiele der A44-Brücke zu sehen.

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Weil es so locker lief, bin ich einfach noch weiter über die Kirmeswiesen bis zur Rheinkniebrücke gelaufen, um erst dort wieder den Rhein zu überqueren. Und da war jetzt auch einfach mal ein Foto fällig, bitte sehr.
Diese Strecke hat zwar den unangenehmen Nachteil dass es dann anschließend fast zwangsläufig durch die Altstadt geht (rechts zu sehen), aber heute war es zum Glück nicht so überfüllt wie befürchtet und ich hab einfach zugesehen dass ich da schnell durchflitze.
Zuhause angekommen standen dann schließlich punktgenau 34 Kilometer in 2:40h auf meiner Uhr, gelaufen in Fivefingers. Weshalb genau sollte ich jetzt noch andere Schuhe tragen? :-)
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Ja, die ist schon angenehm zu laufen, und immer wieder Auswahl um noch mal einen Schlenker dranzuhängen. Irgendwo werden wir uns mal begegnen. Die Woche soll es allerdings ja richtig Sommer werden, vielleicht verdrücke ich mich dann doch mal wieder in den schattigen Wald :-)
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Lieber Oliver,
ich weiß jetzt auch, warum du auf so einer Runde so wenig zu dir nehmen musst: du läufst ja viel zu schnell :lol:
Du bist ja fertig, bevor der Hunger oder Durst kommt.
Clever!
Ich finde es so toll, das der Frühling jetzt richtig da ist. Wie du schon sagst, das macht einfach Laune. Man will nur noch raus und sich draußen bewegen.
Lass es uns genießen.
Liebe Grüße
Helge
  
Liebe Helge, Du bist eindeutig hinter meinen Trick gekommen :-D Nee, so schlimm ist es nicht, hab gestern testweise die gleiche Strecke nochmal abgelaufen (in gleichem Tempo) und hatte ordentlich Durst unterwegs. Zum Glück konnte ich meine Wasserflasche nochmal auffüllen, sonst wäre es schon knapp geworden. Aber das tolle Wetter zieht halt nach draussen, da kann ich mich nicht zurückhalten :-) Liebe Grüße, Oliver

  
So ist das mit der Schuhindustrie ... der mir sehr lieb gewordene Newton MV3 ist ein Auslaufmodell. Es wird keinen Nachfolger geben, wurde mir so von Newton bestätigt. Das ist einerseits nachvollziehbar, da der MV3 überhaupt kein "echter" Newton ist, d.h. der hat zwar (superflache) Stollen, aber ohne die typische Dämpfungstechnologie dahinter, andererseits ist es superschade, da er ein wirklich toller leichter Schuh für so richtig schnelle Läufe ist. Und ein idealer Begleiter für Umsteiger in die minimale Welt. Empfohlen haben mir die Jungs von Newton, doch einfach auf den Distance Elite auszuweichen. Netter Versuch, die hatte ich schonmal, sind mir allerdings viel zu schwer, viel zu hoch, viel zu massig, nicht mein Ding.
Bisher waren übrigens alle superleichten Lieblings-Schuhe auf meinem Weg zum minimalen Laufen Auslaufmodelle. Scheinbar ist der Markt nicht so riesig :-)
Nunja, mein "aktives" Paar MV3 wird noch einige hunderte Kilometer durchhalten (ich laufe Schuhe bekanntlich bis sie auseinanderfallen, ein echter Vorteil bei minimalem Schuhwerk) und als "Backup" steht noch ein weiteres unbenutztes Paar im Schrank. Wer weiß ... vielleicht werde ich die nie benötigen. Oder selten. Es gibt ja noch andere Optionen ...
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Genau! Grade bei Inov-8 wundert mich das auch zunehmend, diese Firma hat mich mal auf den Trip mit 0mm Sprengung gebracht. Sowas führen die überhaupt nicht mehr. Echt schade.
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Da gibt es nur noch den BARE-XF 210 V2.
  
Stimmt. Hab ich getestet und für nicht gut zum Laufen empfunden. Irgendwie sehr hartes ungeschmeidiges Obermaterial. Auch schade :-(

  zuletzt bearbeitet: Tue, 03 Apr 2018 10:25:47 +0200  
Ich glaube ich bin reif für mehr minimal. Bisher hab ich längere Läufe in Fivefingers vermieden, bin stattdessen auf leichte Wettkampfschuhe wie zb. die MV3 Newtons ausgewichen, fühlte mich noch nicht soweit.
Den heutigen 35km Lauf in V-Runs allerdings hab ich nicht nur durchgezogen, sondern sogar sehr entspannt in einer angenehmen Zeit (2:45h) durchgezogen. Trotz Platzregen unterwegs, trotz kurzem Verlaufen ("Lost in Lichtenbroich"), trotz der gesamt 100km in den 7 Tagen zuvor. Wenn es also endlich mit 35km funktioniert, dann wohl auch locker für 42 (oder mehr).
Meine Waden sind still, auch der Rest muckt nicht auf, das hatte ich wahrlich schon anders. Ich werde das mal im Auge behalten und die nächsten Tage nochmal eine etwas längere Strecke durchlaufen.
Ein Plan ist ein Plan ;-)
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Lieber Oliver,
wow, kann ich da nur sagen. 35 km in solcher Pace - was hast Du zum Frühstück?! ;-) Ichwünsche Dir schon jetzt viel Glück für Düsseldorf! Und ein gutes Händchen bei der Wahl der Schuhe für diesen Lauf.
Liebe Grüße
Elke
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Lieber Manfred, die Erholung ist das A und O, dann hat es der Kopf auch leichter, das hab ich zumindest schon gelernt :-) Zwei langsame +30er mach ich noch und dann kommt eben das raus wofür es reicht. Auf jeden Fall freue ich mich auf das Ding! Danke und liebe Grüße, Oliver
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Liebe Elke, eiiiigentlich war das ja zu schnell, hat aber einfach Spaß gemacht und am Ende wollte ich aus dem Regen raus.  Ganz ehrlich, ich war selbst erstaunt, aber bin jetzt so richtig guter Dinge.  Mal schauen was an die Füße kommt ... Danke Dir und euch viel Erfolg in Salzburg!

  


Breaking2 | Documentary Special
vonNational GeographicamYouTube

"In life, the idea is to be happy. So, I believe in calm, simple and low-profile life.
You live simple, you train hard and live an honest life.
Then you are free."
Eliud Kipchoge

  
Am Karfreitag stand mal wieder eine seit langem überfällige Entdeckertour Richtung Neandertal an, die Strecke bin ich letztes mal irgendwann im Herbst gelaufen. Auch wenn es nur ca. 25km sind, die permanente Steigung zeigt einem schnell wo der Hammer hängt, also immer schön ruhig und langsam starten.
Mittags habe ich mich nach anfänglichem Stadtlauf bis Gerresheim relativ zügig in Richtung Neandersteig Teilstück aufgemacht, um schnell von der Strasse zu kommen. Eine tolle Laufstrecke mit streckenweise fiesen Herausforderungen, wunderbar beim Pulsmesser nachzulesen.
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Mir sind ziemlich wenig Läufer begegnet, dafür umso mehr Mountainbiker die in Rudeln die Strecke unsicher machten. Aber durchaus rücksichtsvoll, Beschwerden waren nicht nötig. Ich war diesmal in VFF Run unterwegs, hatte einfach Lust so minimal wie möglich zu laufen. Die VFF Trail hatte ich zuhause schon angezogen , aber mich dann aber umentschieden. War gut so, die Wald- und Feldwege sind nicht zu schroff, meine Füße hatten Spaß.
Diesmal wollte ich endlich im Neandertal Wildgehege die Wisente zu sehen. Ich bin da schon so oft vorbei gelaufen, die Viecher hatte sich immer versteckt. Und immer nur die klugen Schilder ansehen macht nur noch neugieriger.
Diesmal hat es geklappt, von weitem konnte ich eine Ansammlung von Spaziergängern ausmachen, dahinter einen braunen Fellberg, also fix abgebogen und Urviecher anschauen :-)
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Zwei Wisente haben sich den Fotografen gestellt, von den Wildpferden und Auerochsen leider keine Spur, die sind dann eben irgendwann anders mal dran. Ich mag Rinder, hab einen Draht zu den Tieren; das war dann aber wohl ein komisches Bild für die anderen Besucher: ein Wisent das sich neugierig von einen verschwitzten, tätowierten Fivefinger-Läufer kraulen lässt. Was solls, ich war glücklich und hab mich bald wieder auf den Weg gemacht um nicht auzukühlen.
Auf der weiteren Strecke hab ich noch ein paar Schlenker eingebaut, Zeit lassen war angesagt, auf keinen Fall unter zwei Stunden laufen. Ein Abstecher zur Hochdahler-Neanderkirche kam dazu (fand die aber nicht so spektakulär) und dann wieder ab auf den Neandersteig, die Entdeckerschleife in Richtung Gruiten bis zum Ziel durchziehen.
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Am Ende waren es 25,5km, mit 380HM in 2:05 Stunden, Plan aufgegangen, Kaffee und Kuchen standen bereit und ein schöner Nachmittag nahm seinen Lauf.
Im Laufe des Tages wurde mir einmal mehr klar, wie gut es mir geht. Welch ein Luxus, gesund und zufrieden solche Strecken in schöner Landschaft laufen zu können. Das ist wirklich alles andere als selbstverständlich.
  
Lieber Manfred, du gehörst ja zu den ausdauernden Langstrecklern, da kann ich mir noch mehrere Scheiben von abschneiden. Den Rennsteig machst Du doch mit links, da bin ich mir sicher ;-)
Ganz richtig, wichtig ist zu wissen dass es uns gut geht und das schätzen zu lernen.
Schöne Ostertage und liebe Grüße, Oliver
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Lieber Oliver,
beeindruckend finde ich diese Fellriesen ebenfalls und Du konntest wirklich einen kraulen? Erstaunlich wie zutraulich diese wilden Tiere in menschlicher Umgebung geworden sind.
Scheint ja eine wirklich ganz nette Strecke gewesen zu sein, aber wohl doch etwas viel Publikum, wenn ich Deine Zeilen richtig interpretiere.
Die V-Run machen sich auf technisch wenig anspruchsvollen und trockenen Trails ganz gut, hatte sie auch schon öfters an den Füßen im Wald...dafür sind sie eine Katastrophe wenn es nass ist auf der Erde

Salut
  
Lieber Christian, die Wisente stehen in einem riesigen Wildgehege und können selbst entscheiden ob es sich lohnt mal am Weg vorbeizuschauen, ich hatte also Glück. So richtig zutraulich sind die auch nicht, ist eher eine gesunde Ignoranz den Menschen gegenüber. Aber ich altes Landei kenne mich ganz gut aus mit den Tierchen, das "Kraulsignal" wurde verstanden :-)
Stimmt, die Erfahrung mit nassem Untergrund und den V-Run hatte ich auch schon gemacht, das wird teilweise heftig rutschig. Aber die Dinger sind halt für die Strasse gemacht, muss man (ich) ja nicht mutwillig ignorieren.

  
Feierabend. Schnell nach Hause, rein in die leichten Laufklamotten, Fivefingers an und dann will ich einfach nur laufen. Die letzten zwei Tage waren verregnet und kalt (anderswo hat es sogar geschneit!), trotzdem hab ich meine Runden gedreht. Einfach raus und abschalten, so geht das.
Und heute dann wieder schlagartig Frühlingswetter, also raus und geniessen. Das ist irgendwie immer wieder wie eine Belohnung.
Schnell rennen, langsam traben, den Kopf frei bekommen, die Strecke kommt irgendwie automatisch zustande, ich denke da nicht mehr drüber nach. Alles reduziert sich auf Atmung und Laufrhythmus. Einfach nur laufen.
Hab ich eigentlich schon mal erwähnt wie sehr ich das mag? :-)
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Die Essenz des Laufens. Schön hast du das beschrieben, auch mit schönen Bildern!

Liebe Grüße
Wolfgang

PS: sehen wir uns in Düsseldorf Ende April?
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Lieber Volker, wusst ichs doch, wurde also Zeit mal drauf hin zu weisen ;-) Der Tag war ja wirklich ausgesprochen schön, ich denke mal Du warst tatsächlich noch unterwegs (ich ebenfalls), wäre zu schade die freie Zeit nicht zu nutzen. Mit der GoPro ist es ziemlich leicht solche Bilder hinzubekommen, danke! Liebe Grüße, Oliver
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Lieber Wolfgang, die Essenz auf jeden Fall für Typen wie uns, aber genau so geht es mir halt. Danke Dir. Hab Dich in der Starterliste entdeckt, will ich doch schwer hoffen dass wie uns sehen! Zumindest am Start, danach rennst Du mir wahrscheinlich davon :-) Ich freu mich drauf!!!

  
Die Sonne lacht, das Thermometer zeigt 12°C, Motivation leicht gemacht einen kleinen längeren Lauf zu starten. Und das obwohl ich gestern Abend bereits schnelle 20km absolviert hatte, die noch etwas in den Waden festhingen. Aber solche Kleinigkeiten kann man ja wieder lockerlaufen.
Statt Wald hatte ich bock auf die 25km Rheinrunde über Meerbusch und hab mal meine neue (gebrauchte) Gopro zum Testen mitgenommen.
Die Strecke bin ich ja schon zig mal abgelaufen, die letzten male allerdings recht zügig, weil dunkel und kalt. Diesmal wollte ich wirklich langsamer laufen und das Frühlingswetter geniessen, hat zumindest zeitweise geklappt.
Nach 12km war die Messeautobahn-Brücke erreicht und bin fix drüber, die Autos nerven etwas.
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Trotz des schönen Wetters waren anfangs erstaunlich wenig Leute unterwegs, gut für mich und meinen Ruhebedarf. Richtung Meerbusch gehts ins Grüne, einfach quer über die Feldwege, da hab ich keinen festen Weg, sondern laufe immer nach Lust und Laune irgendwelche Schleifen, um dann irgendwann wieder in Richtung Rhein zu kommen.
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Aus den Felder von Meerbusch also zurück zum Rhein, damit sind die ersten 18km bereits erledigt.
Langsam wurde ich allerdings echt durstig, Wasser hatte ich nicht mit, aber vorsichtshalber ein paar Salzcaps. Ein freundlicher Radfahrer war so nett mir etwas Apfelschorle zum Runterspülen zu überlassen, aus dem Rhein trinken wollte ich nun echt nicht. Merke: über 12°C bei längeren Läufen wieder ein paar Schluck Wasser mitnehmen.
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Richtung Stadt beim Löricker Bad wurde es dann erwartungsgemäß wieder voller, viele Radfahrer, Läufer und Inliner, alle entspannt und mit guter Laune, schön zu sehen. Ich hab mich trotzdem beeilt auf die Theodor-Heuss-Brücke zu kommen und damit wieder in Richtung "meiner Rheinseite" zu laufen. Und großes Erstaunen, die sonst bei schönem Wetter immer pickepacke vollen Rheinwiesen waren recht leer.
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Sehr ungewöhnlich aber kann mir ja egal sein.
Die letzten paar Kilometer bin ich dann gemütlich barfuss getrabt und war nach 25,5km und 2:02 Stunden wieder zu Hause. Mit einem Riesenhunger und Durst wie ein Kamel nach drei Wochen Wüstendurchquerung! Zum Glück hat eine gute Ladung Eifeler Streusselfladen auf mich gewartet, genau richtig :-)
War mal wieder ein schöner Lauf durch die Düsseldorfer Pampa.
  
Lieber Manfred, ob dünn oder schlank oder dürre, ich hab schon alles gehört, aber ist nunmal so. War ich auch vor der Lauferei schon und dabei bin ich ein echt guter Esser :-)
Auch gestern abend (wieder Traumwetter!) war es superleer am Rhein, Erklärung: alle in den Osterferien, da hab ich bisher überhaupt nicht dran gedacht.
Mit einem Kracher wie Arne Gabius wage ich meine Art zu laufen nichtmal im Ansatz zu vergleichen... Nee, ich meinte tatsächlich die +30km Läufe in moderatem Tempo, da mache ich einfach zu wenig. Statt dessen zu viele schnellere 25km Sachen. Das passiert halt wenn man nach Lust und Laune läuft ... mal schauen wie es sich im Laufe des Jahres entwickelt. (...psst, Monschau Ultra ist dieses Jahr wieder dran...)
Danke dir und liebe Grüße, Oliver
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Ich hatte mal einen Kollegen, der vor Durst beim Laufen aus dem Baldeneysee getrunken. Der bekam dann die Ruhr von der Ruhr ;-)
  
Haha! :-) Tja, sowas wollte ich nicht haben. Aber vielleicht geh ich nächstes mal einfach bis zu den Knien in den Rhein rein um mich abzukühlen ;-)

  
Märzwinter heißt das was uns grade heimsucht. Vor wenigen Tagen noch Temperaturen um 12°C und seit heute wieder im Minusbereich mit strengem Wind dazu. Und sogar etwas Schnee. Im Rheinland hatten wir bisher einen(!) Tag Schnee diesen "Winter", auf diesen Quatsch hier hätte jetzt jeder gerne verzichtet.
Aber ist eben Wetter, nehmen wir es also wie es kommt. In meinem Fall heißt das mal wieder durch den Wald zu toben, war eine Weile nicht da.
In der Hoffnung auf spektakuläre Schneebilder war sogar mal mein Smartphone dabei, aber besonders Spektakuläres gab es leider nicht zu fotografieren, nur viel Schneematsch-Gemisch auf allen Wegen.
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Aber es war mal eine gute Gelegenheit eine der vielen Wasserstellen abzulichten, ich find die ja super, brauche auch an heißen Sommertagen bei den Waldläufen nie Wasserflaschen mitnehmen. Sogar im Winter gibt es durchgehend kühle Getränke:
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Meine Strecke war die übliche 22km Schleife durch Aaper und Grafenberger Wald, mit ca. 370HM, viel auf und ab also dabei. Macht eigentlich bei jedem Wetter echt Spaß, ist sehr abwechslungsreich und teilweise richtig fordernd. Ein toller Ausgleich zu den flachen schnellen Rheinstrecken bei denen ich mich nur schwer bremsen kann. Hier muss ich das Tempo rausnehmen, kann auch einfach mal "bummeln" und wirklich gemütlich auf Ausdauer laufen.

Morgens war ich noch kurz in der Stadt und hab mir ein Paar neue Vivobarfoot gekauft (wir haben hier einen Vivobarefootshop!), die dann ein paar Stunden später gleich zum Einsatz kamen.
Und ich bin ganz ehrlich: ich hab die nur wegen der grell-orangen Sohle gekauft! Die haben mich einfach angelacht :-) Das wirklich tolle ist allerdings: die sind super!
Es ist der Primus Trail als ÖTILLÖ Swimrun Edition, passt wie Lack, ist sehr angenehm zu laufen und hat heute bei den widrigen Umständen im Wald einen äusserst guten Job gemacht. Aber es waren ja bisher nur ein paar Kilometer, werde beizeiten nochmal berichten wenn er ein paar hundert Kilometer runter hat.
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Lieber Manfred, die letzten Tage ziehen wir auch noch durch, danach wird es schon wärmer werden. Ich hatte mich halt schon wieder an Shorts gewöhnt und jetzt müssen echt nochmal die lange Winter-Tights ran.
Man glaubts ja kaum dass Düsseldorf durchaus sowas zu bieten hat, immerhin konnte ich mich in den Hügeln letztes Jahr sogar ziemlich gut für Monschau vorbereiten, das hatte ich selbst nicht so vermutet :-)
Kurier dich noch vernünftig aus und liebe Grüße, Oliver
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Das ist ja mein Mittagspausen-Laufrevier! Du trinkst wirklich das Wasser aus diesen Brunnen? Das habe ich mich bisher nicht getraut.
Den Vivabarefoot-Shop muss ich wohl auch mal aufsuchen. Danke für den Tipp!
  
Ich sags ja, mich wundert echt dass wir uns noch nie begegnet sind :-)
Na ok, ich trinke nicht aus den Brunnen (beizeiten grenzwertig, wegen Hunde- und Pferdetränke), sondern aus dem "Wasserhahn", das ist sauberes kühles Trinkwasser, keine Gefahr.
Der Shop ist in der Altstadt, Kapuzinergasse, sehr klein, aber alles da. Viel Spaß :-)

  
Wer in diesen Tagen bei klarer Luft und wolkenfreiem Himmel kurz nach Sonnenuntergang in Richtung Westen schaut, dem bietet sich möglicherweise ein wunderschöner Anblick: die helle Venus und der flüchtige Merkur dicht beieinander. Gegen Monatsmitte, am 18., wird Merkur in der beginnenden Dunkelheit am besten sichtbar sein, sofern das Wetter mitspielt.
Kurz und knackig nachzulesen beim DLF.
Wohl also dem Läufer der seine Runden in die Dämmerung hineinläuft, genau zur besten Zeit den Rheindeich "erklimmt" und mit einer fulminanten Farbenpracht samt Planetensichtung belohnt wird:
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Auf diesem murksigen Smartphonebild (ja, ich hab das Teil heute mal bewusst mitgenommen) ist leider ausser viel bunt nichts weiter zu erkennen, mit bloßem Auge konnte ich allerdings zumindest die Venus klar und schön sehen. Mein Stellarium erklärt mir, dass Merkur dicht dabei stand, aber noch war es einfach zu hell, ich hab ihn nicht entdecken können:
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Die nächsten Tage wird also einfach immer wieder in die Dämmerung hinein gelaufen, diesen schönen Anblick gibts nicht alle Tage und für mich als passionierten Sternenfreund ist das natürlich ein wahres Fest. Im doppelten Sinne. Es gibt ein tolles Himmelsschauspiel und ich kann das Ganze während meiner Lauferei beobachten. Und dazu noch ein guter Grund die Strecken mal wieder nach Laune zu verlängern um den besten Anblick abzupassen.
Es soll ja Menschen geben, die behaupten Laufen wäre langweilig. Ich kenne das nicht. Und aufmerksam laufen macht doppelt Spaß.
  
Moin Volker, Lauf-Langeweile hätte ich bei dir als rasenden Fotoreporter auch absolut nicht erwartet. Das All, die Sterne und Planeten, das interessiert mich schon ewig, da kann man immer nur wieder staunen und (wie du ja auch sagst) ein klein wenig demütig hier auf der Erde werden. Und man braucht nichtmal ein Fernrohr dazu, solche schönen Konstellationen wie Merkur/Venus find ich schon superklasse und hochinteressant :-)
Liebe Grüße, Oliver
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Lieber Oliver,
das sind ja sehr interessante Dinge, die Du uns hier wissen lässt. Ich werde auf alle Fälle die nächsten Tage auch aufmerksam nach Westen schauen! Möge uns Petrus hold sein, indem er sparsam mit Wolken ist.
Liebe Grüße
Elke
  
Liebe Elke, vor allem ist es ein wirklich schöner Anblick. Der Blick nach Sonnenuntergang in den Westen lohnt sich jetzt jeden Tag mehr, ab dem 17./18. wird es dann wieder schlechter mit der Sichtbarkeit, Merkur wird "dunkler" und kommt der Sonne zu nah. Hoffentlich ist das Wetter nicht so unstet ... aber innerhalb der nächsten 7 Tage wird es doch hoffentlich ein paar schöne wolkenfreie Dämmerungen geben :-) Liebe Grüße, Oliver

  
Die letzten zehn Tage wurden zur halben Ewigkeit, es gab Gründe einfach mal nicht zu laufen, geplant allerdings. Zum einen war es ein großflächiger Tätowiertermin auf der rechten Wade (danach sollte man besser mindestens fünf Tage aussetzen), gefolgt von unserer Hausmesse mit sehr langen und intensiven Arbeitstagen, mit absolut keiner Zeit für "privates Rahmenprogramm".
Und wenn ich endlich zu Hause war, dann nichts wie raus aus diesen verdammten "Business-Schuhen" und Füße hochlegen. Stehen kann anstrengender sein als Laufen. Zudem mit suboptimalem Schuhwerk, da hält sich der Spaß für die Füße in Grenzen. Anschließend noch einen Tag Laufpause, ich war nach Feierabend einfach zu k.o., offline, keine Lust zu nix mehr.
Aber heute! Endlich! Feierabend, raus bei angenehmer Kälte, -5°C, nichts mit Zurückhalten, einfach lospreschen, von Dämmerung in die Dunkelheit, Lampe vergessen, egal, einfach wieder freilaufen. Wie wohltuend! Und schon bin ich wieder ausgeglichen und zufrieden, als wäre nichts gewesen.
Diese zehn Tage ohne Laufen kamen mir diesmal extrem lang vor, hab mir sogar etwas Sorgen um meine Kondition gemacht (unbegründet), aber zum Glück war es eine gut geplante Ausszeit und in nächster Zeit kommt erstmal nichts ähnliches dazwischen.
Noch was Gutes: mich hat in dieser Zeit keine Grippe oder Erkältung erwischt, obwohl gefühlt jede/r Zweite grade davon betroffen ist. Und das trotz Versammlungen, trotz Menschenmassen, trotz unendlich viel Händeschütteln. Irgendwas mache ich wohl richtig :-)
Ab jetzt werden die Strecken wieder länger, der nächste Marathon kommt bestimmt ... ich kann's kaum erwarten!
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Lieber Manfred, da beneide ich dich auch echt drum! Im Arbeitsalltag komm ich ja klar, aber es gibt so ein paar Termin im Jahr, da wird es piefig und die Etikette muss eingehalten werden, das nervt. Rekorde peile ich nicht an, höchtens eigene :-) Aber die Pause hatte ich wahrscheinlich gestern nach den 18km eh schon wieder drin ;-) Marathon in Düsseldorf, vor der Haustür. Letztes Jahr ist nicht so doll gelaufen, ich hab da noch eine Rechnung offen! Liebe Grüße, Oliver
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Lieber Oliver, 10 Tage ohne Laufen, das ist wahrlich hart, das kann ich sehr gut nachempfinden, aber wehe, wenn sie losgelassen - und so schön war es dann auch bei dir.

Muss schon wieder zitieren: "  einfach wieder freilaufen. Wie wohltuend! Und schon bin ich wieder ausgeglichen und zufrieden, als wäre nichts gewesen. " Das ist Balsam für meine Seele, wie gut, dass es auch andere zu empfinden !

Nach dem Echo, das du hier erhälst bezüglich des neuen Gesamtwerkes auf deinem Body, sehr groß ist, musst du auch dann irgendwann beweisen, dass man es dir gestochen hat. Tut das eigentlich weh ?

Anscheinend hast du alles richtig gemacht - reich mir die Hand !  :cool:
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Liebe Margitta, immer wieder erstaunlich wie gut es Körper und Seele tut nach einer Pause wieder laufend unterwegs zu sein. Bei Wind und Wetter, egal, selbst wenn es mal schwerfallen sollte, nach ein paar Minuten ist der Spaß wieder da, es lohnt sich immer. Ich werde beizeiten mal was zu der Tätowiererei schreiben, das Gesamtkunstwerk ist an Armen, Rücken und Brust fertig, jetzt sind wir beim rechten Bein, da sind zwar schon alle Linien drin und einige Motive fertig, aber es fehlt noch sehr viel Farbe.  Tätowieren tut üüüberhaupt nicht weh! ;-) Doch, klar schmerzt das, aber man kann sich drauf einstellen. Ist auch stark abhängig von der Tagesform und an welcher Stelle grade gestochen wird. Gehört einfach dazu, auch dabei lernt man übrigens Durchhaltevermögen.

  
Wer verreist, der erlebt was. Manchmal sind Reisen aber so aussergewöhnlich, dass es im Nachhinein schwer fällt zu sortieren was so alles passiert ist. Unendlich viele nachwirkende Eindrücke, tolle neue Bekanntschaften, ein völlig anderes Lebensgefühl und veränderte Wahrnehmung über "Normalität".
Dies ist ein Laufblog, kein Reiseblog, also grenze ich den Umfang mal gehörig ein.
Uns hatte es zwei Wochen nach Sansibar verschlagen, eine relativ spontane Entscheidung im Dezember, ohne zu beachten was alles notwendig ist um auf die Gewürzinsel einzureisen. Reisepass erneuern, diverse Impfungen abgeholt, das notwendige Visum sollte am Flughafen schnell und unbürokratisch zu erhalten sein. Alles auf den letzten Drücker, aber alles hat geklappt.
Der Flug ging über Amsterdam nach Nairobi und weiter nach Sansibar. Erster Stopp nach der völlig abstrusen Einreise- und Visumprozedur war ein gutes Hotel in Stonetown, der Altstadt in der Hauptstadt. Erstmal ankommen, den langen Nachtflug wegstecken, ordentlich essen, ein wenig durch die geschäftigen Gassen schlurfen und auf dem Balkon des schönen Zimmers rumhängen.
Am nächsten Tag ging es weiter auf die andere Seite der Insel, nach Michamvi Kae, einem kleinen Kaff an der Westküste.
Über Freunde hatten wir vorab einen Taxi-Kontakt erhalten, der uns zuverlässig abholte und durch den völlig durchgeknallten Verkehr transportierte. Eine gute Entscheidung, der Linksverkehr, extreme Geschäftigkeit auf und neben den Strassen, sowie viel zu viele Eindrücke hätten mich als Fahrer wahrscheinlich nicht vorankommen lassen.
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Unser Hotel im ruhigen und abgelegen Michamvi Kae stellte sich als unfassbar sympathisch heraus, die neuen Besitzer waren ständig dabei den etwas runtergewirtschafteten Laden umfassend zu reparieren und einen neuen Stil reinzubringen. Acht Appartement-Hütten, alle mit Meerblick, Wohlfühlen vom ersten Moment ohne den üblichen Hotelblödsinn. Wlan gab es nur in der Umgebung der Hotelbar, auch nur sofern Strom vorhanden war. Stromausfälle sind keine Seltenheit auf Sansibar, ausserdem geht nichts besonders schnell, alles ist „pole pole“ (immer mit der Ruhe) und „Hakuna Matata“ (kein Problem), Reparaturen dauern also, Warten ist hier normaler Zeitvertreib. Als Urlauber sollte man sich also am besten ganz schnell anpassen, dann ist auch alles Hakuna Matata :-)
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Und wie ist denn nun das Laufen bei tropischer Hitze? Tagsüber liegen die Temperaturen immer so bei 34 Grad. Da hilft nur eins, sich ganz einfach den Gepflogenheiten anpassen: pole pole. Langsam laufen.
Mein übliches Tempo und meine gewohnten Distanzen hatte ich bereits am ersten Tag in Stonetown abgehakt. Geplant war eh möglichst viel entspanntes Barfußlaufen und keine Kilometerballerei. Unser knallweisser Strand lag zwischen zwei Mangrovenwäldchen und war etwa 5km lang, ich musste immer ein paar mal hin und her laufen um einige Kilometer vollzubekommen, manchmal sind mir andere (stets grüssende) Läufer begegnet, oder der halbwilde Strandhund hat mich begleitet. Ruhe pur. Barfuß durchs flache tropischwarme Wasser zu laufen hat einen ganz eigenen Reiz.
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Da die Flut allerdings sehr hoch kam (Vollmond = Springflut), war es nach vier Tagen kaum möglich die morgendlichen „milderen Temperaturen“ um 27 Grad am Strand auszunutzen. Also doch wieder ab auf die Straße. Das fand ich zuerst nicht toll, stellte sich aber als Gewinn heraus.
Im Gepäck hatte ich nur die roten Newtons, die auch bitter nötig waren um nicht barfuß auf echt heissem Untergrund laufen zu müssen.
Anfangs noch unsicher wie ein tätowierter laufender Weisser (Muzungu) mit knallroten Schuhen so bei den Menschen ankommt, war ich schnell glücklich auf meinen kleinen Runden. Mir ist es absolut zuwider als vorlauter Tourist aufzutreten, diese Menschen leben nicht hinter dem Mond, sondern versuchen wie jeder andere auch jeden Tag ihren Lebensunterhalt zu verdienen. Nur eben anders als wir es gewohnt sind, damit gilt es klarzukommen. Als Besucher finde ich es daher superspannend mich auf die neuen Situationen einfach einzulassen und respektvoll sowie ohne Vorurteile Begegnungen zuzulassen.
Mit Lächeln und einem freundlichen „Jambo“ (Hallo) wich schnell jede Skepsis auf beiden Seiten. Die Sansibari sind grundsätzlich sehr freundlich und machen es Fremden wirklich sehr einfach mit ihrer ruhigen, stolzen Mentalität. Trotzdem galt zu beachten, dass man sich ausserhalb der Hotelanlagen den lokalen muslimischen Gegebenheiten anpasst, also Schultern und Knie bedecken, das gilt auch für Männer, kein Problem mit Tshirt und längerer Trailhose. Bereits am zweiten "Strassentag" wussten die Frühaufsteher und Schulkinder die zur nahen Schule strömten wer ich bin, ein gutes Gefühl.
Die roten Schuhe sahen übrigens nach einigen Kilometern auch nicht mehr rot aus, sondern grausonstwas, viel Staub und Sand fordern ihren Tribut.
Meine längste Distanz waren schäbige 15km, meine kürzeste sogar nur 6km (zu spät aus dem Bett gekommen). Manchmal bin ich morgens 10km Strasse und abends nochmal 4-5km Strand gelaufen. Zwischendurch natürlich viel schwimmen und noch viel mehr entspannen. Laufen hatte mal keine Priorität, sondern war eine schöne Ergänzung zu einem entspannten Urlaub.
Durch unser etwas unkoventionelles Hotel sind tolle Kontakte zustande gekommen und wir hatten die Möglichkeit Sansibar etwas anders kennenzulernen, könnte sehr gut sein dass es uns wieder auf diese leicht aus der Zeit gefallenen Insel verschlägt. Ich bin neugierig geworden und würde gerne noch viel mehr von der Insel kennenlernen.
Asante sana, Zanzibar. Tutakutana tena.
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Moin Volker, dank der Stromausfälle musste ich mich einfach mal aus der umtriebigen Onlinewelt ein wenig zurückziehen. War ja schon froh ab und zu Mails holen zu können ;-) Aber es gab ja eh genug zu sehen und zu erleben. Schade dass du nicht gerne fliegst, ich finde es einfach immer wieder toll mich aus meinen Gewohnheiten zu lösen und auf das Lebensgefühl anderer Länder einzulassen. Besonders wenn man sich nicht nur in der Komfortzone Hotel aufhält, sondern auch mal mehr mitbekommt. Die Minderkilometer kann ich gut wegstecken, und mal pole pole zu laufen hat auch nicht geschadet :-)
Danke und liebe Grüße, Oliver
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Servus Oliver,

sehr schöner Reisebericht, der einen selbst beim Lesen ein bisschen mit entspannt. Auf warmen weißen Sand und Palmen hätte ich jetzt auch Lust, wenngleich ich eigentlich kein Fernreisender bin :-)

Beste Grüße
Sebastian
  
Hey Sebastian! Schön wieder von dir zu hören! Ab und zu müssen Fernreisen mit Palme einfach sein, auch um dem Kopf mal anderes Futter zu geben. Bin ja auch nicht grade jedes Jahr in der Ferne, aber dieses Jahr hat es doppelt gut getan.
Liebe Grüße, Oliver

  zuletzt bearbeitet: Thu, 04 Jan 2018 22:36:30 +0100  
Wer kennt das nicht, irgendwann kommt bei jedem Läufer mal so ein Tag an dem es anscheinend wirklich schwer wird abends noch zumindest die übliche Runde zu drehen. Nerviger Arbeitstag, zu lang dazu, keine echte Pause gemacht, strömender Regen den ganzen Tag, wieder aufkommender Sturm. Dann endlich nach Hause kommen und eine sehr laute Stimme im Kopf sagt: Abendessen und ab aufs Sofa!
Kommt echt selten vor bei mir, aber heute war mal so ein Tag. Ziemlich laute Stimme sogar. Aber irgendwie hatte ich fast ohne es zu bemerken bereits meine kurze Laufhose an (12°C heute bei uns) und sammelte die anderen Klamotten zusammen, kurzer Blick nach draussen: der Regen hörte grade auf, also keine Regenjacke nötig, während die eben noch laute Stimme langsam leiser wird, bin ich fertig zum Laufen angezogen, wähle statt Fivefingers heute seit langer Zeit mal wieder die roten Newton-Raketenschuhe (keine Ahnung wieso), gehe vor die Tür, knipse die GPS-Uhr an und los gehts.
Elender erster Kilometer. Danach rollt es langsam, Gedanken sortieren sich, ich komm in meinen Rhythmus. Und da ist er plötzlich, der Laufspaß, zack, einfach so. Hat nichtmal 2 Kilometer gedauert. Ich bemerke dass ich grinse, der Wind pustet mir um die Ohren, es läuft sich erstaunlich leicht. Dann eben ein paar Kilometer mehr als "geplant" (es war eh nix geplant), eine Extrarunde über den Messeparkplatz, dann rauf aufs Rheinufer und damit voll rein in den Sturm. Der kommt zu meiner Überraschung schräg von hinten statt von vorne wie die letzten Tage, also Vollgas mit dem Wind. Ein Riesenspaß! Nach den ersten eher moderaten Kilometern, fliege ich den Rest der Strecke einfach so dahin, mache noch einen Schlenker durch die Altstadt (da lauf ich sonst nie) und dann nach Hause. Statt unzufrieden und k.o. auf dem Sofa rumzuhängen also ein rundum gelungener Lauf über immerhin 20km.
Was sagt uns das? Nicht zögern, nicht zaudern, nicht nachdenken, einfach Klamotten an und raus. Ist ja auch wirklich nichts neues, aber je öfter das reibungslos klappt, desto einfacher wirds beim nächsten mal. Falls mal wieder einer dieser Tage droht ...
Einfach immer weiter laufen.
  
Liebe Margitta, ... und irgendwann zögert auch der Geist nicht mehr, das wird so sein. Hat für mich was zum ähnlichen Thema "gibst du einmal auf, dann gibst du immer auf". Lehrreich und ist hängengeblieben :-)
Da bleib ich auf jeden Fall dran!
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Lieber Oliver,

für einen Nichtläufer scheint das Wetter gerade der schlimmste Feind zu sein, zumindest bei uns in der Gegend, wo es (gefühlt) seit Tagen regnet und ganz sicher nie wieder aufhören wird.
Ein Läufer aber geht raus, weil er einfach laufen muss und stellt dann fest, dass es wirklich Schlimmeres gibt als das Wetter. Im Gegenteil: merkt man erst mal, dass man nicht nasser als nass werden kann (im Sommer im Meer macht man sowas ja freiwillig), dann fängt der Spaß sogar richtig an. Alles nur eine Folge der eigenen Weltsicht.
Nun ja, schön gesagt, aber wenn dann das Wetter tatsächlich mal gut ist, muss man doch zugeben, dass das Laufen dann noch mehr Spaß macht, oder?  :-)

Liebe Grüße und ein gutes 2018!
Wolfgang
  
Lieber Wolfgang, schön wieder von dir zu lesen! Eine Folge der eigenen Weltsicht, das trifft es sehr genau. Und der Mitteleuropäer und das Wetter, das ist eh ein Kapitel für sich...
Beim Laufen ist es eigentlich nur der Moment des Startens, des Rausgehen. Bei schönem Wetter immer einfach, bei Regen und Dreckswetter bei vielen eher schwer. Mir ist das nass werden tatsächlich ziemlich egal, erstens gibt es gute Regensachen, zweitens schwitze ich eh stark, ob von innen oder von aussen nass ist dann auch egal :-) Einzig die Füsse wollen etwas umsorgt und vorbereitet werden, bei viel Nässe kann es ja dann doch mal zu "Schubber-Stellen" kommen. Aber sowas hat mann/frau ja schnell raus.
Die ein tolles und zufriedenes 2018 und liebe Grüße aus dem Rheinland, Oliver

  
Am heutigen Silvestertag konnte ich noch einen frühlingshaften 17km Lauf am Rhein durchziehen, bei 12°C und starkem Wind, und damit die 3.100km voll machen.
Das war dann mein Laufjahr 2017.
Viele Kilometer geschafft, fast einen Marathon vergeigt, meinen ersten kleinen Ultramarathon durch die Eifel gelaufen, HM Bestzeit verbessert, nur noch in Minimalschuhen unterwegs, motivierter denn je, ich bin gespannt was mir das nächste Jahr so bringt :-)
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Das Jahr neigt sich dem Ende, die Tage werden bereits gaaaaanz langsam wieder länger und vom Winter keine Spur hier im Rheinland. Bei durchschnittlich 7-10°C kann ich einfach weiterhin mein gewohntes Laufprogramm durchziehen, das verleitet unbemerkt zu einer erhöhten Anzahl schneller Läufe und läßt beizeiten leider die Abwechslung zu kurz kommen. Der für heute geplante entspannte Lauf bei Tageslicht durch den Wald war am Ende dann doch wieder eine viel zu schnelle Rennerei durch Matsch, grauem Gehölz und rutschigem Laub. Immerhin konnte ich mich überwinden an die ursprünglich geplante Distanz noch ein paar Kilometer dranzuhängen um an den fiesen Hügeln etwas ausgebremst zu werden.
Einerseits macht es unheimlich Laune recht schnell zu laufen, andererseits lasse ich die langen Ausdauerläufe grade ziemlich schleifen. Ist aber eigentlich auch nicht wirklich schlimm, das Jahr war pickepackevoll mit langen und längeren Läufen, ich bin rundum zufrieden, hatte richtig viel schöne Erlebnisse und sogar das Metro-Marathon Desaster ist längst verschmerzt.
Seit Anfang Oktober ziehe ich permanent ungefähr 3.100km aus den letzten 12 Monaten hinter mir her, im Moment sogar knapp drüber. Meine durchschnittliche Distanz konnte ich innerhalb eines Jahres um 28%(!) steigern (jetzt bei 19,38km), das sind Zahlen, die waren vor nichtmal zwei Jahren einfach nur unvorstellbar für mich.
Wieso klappt das plötzlich? Ganz einfach: ich laufe aus und mit Spaß, hab die diversen ausgefeilten Laufpläne weggeschmissen, pfeife auf detailliertes Lauf-ABC oder Intervalltraining, bereite mich stattdessen auf die paar offiziellen Läufe möglichst entspannt und locker vor. Im Kalender steht nur ab und zu sowas wie "langer Lauf" oder "sehr langer Lauf". Wenn das dann am Stichtag mal nicht klappt, dann schiebe ich eben auf einen anderen Tag, an dem es klappt. Alles vollkommen ohne Druck, davon hab ich im beruflichen Alltag schon genug. Laufen soll mich befreien und erden, ausgleichen und erfreuen. Wenn ich im Wettkampf eine tolle Zeit laufe, super, wenn nicht, dann ist das eben so.
Und mit dieser Einstellung werde ich einfach weiterlaufen und freue mich auf das was mich nächstes Jahr so erwartet. Ein paar Pläne sind bereits gemacht, auch durchaus herausfordernde, wie ich sie erfülle (oder eben auch nicht), werdet ihr dann erfahren. Und die eine oder andere spontane Entscheidung wird eh noch dazu kommen, ich freue mich darauf.

Habt alle schöne ruhige Tage, besonders auch "zwischen den Jahren", kommt gut ins Jahr 2018 und passt auf euch auf.
Gesundheit bleibt unser wichtigstes Gut.
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Das eine schließt ja nicht das andere aus...............auch das kommt mir sehr bekannt vor !  ;)
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Lieber Oliver,
das freut mich sehr für dich! :-)
60 km pro Woche hatte ich mal als Minimum einer "richtigen" Laufwoche definiert! :lol: Frag mich nicht warum, ich könnte es dir nicht mehr sagen! :oops:
Schön, wenn du dein Laufhobby genießen kannst und dich nicht "knechten" lässt!
(Ich habe mich auch in meiner "verrückten" Zeit nicht als Sklave gefühlt, weil es einfach auch damals schon unendlich Spaß gemacht hat!)
Wichtig ist einfach: "Laufen soll mich befreien und erden, ausgleichen und erfreuen."
Ich wünsche dir, dass es auch 2018 weiterhin so toll für dich läuft!
Bleib gesund und komm gut ins neue Jahr!
LG Manfred
  
Lieber Manfred, stimmt, im Schnitt wären es ca. 60km/Woche, tatsächlich war es aber schwer unterschiedlich, je nach Bewegungsdrang, es gab ein paar Wochen mit gut dem doppelten Pensum, und dann eben auch extrem runtergefahrene. Die durchschnittliche Distanz macht mich ehrlich gesagt besonders stolz :-)
Du hast weit mehr Erfahrung als ich, kann mir auch fast nicht vorstellen dass du ohne Spaß läufst, von daher waren die verrückten Zeiten mit Sicherheit gute Zeiten.
Vielen Dank! Und auch Dir weiterhin erfolgreiches und gesundes Weiterlaufen!

  
Wenn es in Düsseldorf tatsächlich mal so richtig schneit, dann muss ich unbedingt raus und eine Runde laufen! Heute Mittag schob sich der Himmel zu und nach den ersten zögerlichen Flocken kam dann echtes Winterwetter in Gang. Immer dichterer Schneefall, dazu ordentlich Wind, perfekt.
Also rein in die V-Trail, warme Klamotten an, wasserfeste Jacke drüber, Kapuze festgezurrt und los gings zur kleinen Rheinrunde (18km). Anfangs in meiner üblichen Geschwindigkeit und noch mit Rückenwind ging das überraschend flott, hatte ich nicht mit gerechnet. Die V-Trail machen einen sehr guten Job im Schnee und sogar auf schmierig glatten Stellen.
Nach 9km am Messeparkplatz angekommen dämmerte mir langsam: das wird gleich ganz übel mit dem Gegenwind der sich mittlerweile zum Sturm gemausert hatte. Noch konnte ich im Windschatten an den Hecken laufen, aber zwischendurch hat es schon ordentlich durch die Äste gepfiffen. Dann also rein in die Felder und ab auf den Rheindeich. Und ich war sowas von froh über meine wohl durchdachte Bekleidung. Anfangs fast zu warm, knallte mit der Wind mit eisigem Schnee jetzt frontal um die Ohren, ein Shirt weniger drunter und es wäre echt saukalt geworden. Die nächsten 5km waren meine langsamsten seit Monschau. Normalerweise ist genau dieser Abschnitt meine Rennstrecke, heute unmöglich. Dauerhafter Schneesturm genau von vorne, ohne Gnade. Einfach klasse!!! Ich hab einerseits viel geflucht und mich gleichzeitig riesig über das tolle Winterwetter gefreut. Zu meiner wirklich großen Überraschung waren recht viele Läufer unterwegs, alle mit knallrotem Gesicht (vom kalten Wind) und gleichzeitig seeligem Lächeln. Und jeder hat gegrüßt. Seltenheitswert.
Meine Füße bzw. Zehen wurden erstaunlicherweise erst nach etwa 15km kalt, der Schnee selbst war überhaupt nicht schlimm, aber später kam viel nasser Schneematsch dazu, das wird auf Dauer unangenehm wenn das kalte Wasser in die Schuhen drückt, aber es war ja nicht mehr weit bis zur heißen Dusche. Die letzten paar Kilometer gingen dann wieder fix mit fast Rückenwind und autoleeren Strassen, ich konnte einfach so die Ampeln ignorieren und ohne Stopp bis nach Hause durchrennen.
Es hat noch etwa bis 16 Uhr geschneit und seitdem taut es. Typisch Rheinland.
Wie üblich hatte ich keine Kamera mit, obwohl es sich diesmal echt gelohnt hätte, so ein Wetter gibts hier nicht jeden Winter.
Nach meiner Runde ist dann immerhin noch dieses Bild in der Nachbarschaft entstanden:
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Liebe Margitta, wie kann es anders sein, natürlich kamen mir öfter die Gedanken wie schnittig es dann an der See oder auch in den Bergen zugeht. Den ultimativen Tipp hätte ich beherzigt, mir war beim Loslaufen bloß überhaupt nicht bewusst dass der Wind so stark war. Und dann war es eben so, also einfach lächeln und durch :-) Jedes Wetter mitnehmen wie es kommt, das macht's doch aus, Winter ist nunmal kalt und Sommer heiß, ich geniesse diese Abwechslung sehr. Mit den Merrell Vapor Gloves war ich letzten Winter viel unterwegs, die sind bei Nässe und schmierigem Wetter tatsächlich viel griffiger als sie aussehen, aber im Schnee hat's nicht geklappt. Muss ja auch nicht, zumal du ja die guten Icebugs hast. Danke dir, mir gehts aber tatsächlich auch einfach gut beim Laufen :-)
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Lieber Oliver,
tja und ich habe gesessen und endlich einen riesigen Schwung Klausuren wegkorrigiert. War auch nötig, dadurch habe ich aber keinen Schnee abgekriegt! :-(
... und gestern abend war er schon wieder weg. Heute hatten wir dann schon +9 Grad und das noch am frühen Abend. -
Das Fluchen und sich freuen kann ich gut nachempfinden, die Freude aber überwiegt! Yeah, yeah, yeah!
Ich bin auch gespannt, wie es in diesem Winter weitergeht, weil wir schon 2 x ein bisschen Schnee hatten, aber jedes Mal war er sehr schnell wieder weg! :oops:
... und nicht in den Rhein pusten lassen! :lol:
LG Manfred
  
Lieber Manfred, da hätte ich nicht mit dir tauschen wollen! Klausuren statt Schneegestöber, Spaß ist anders. Aber der war ja eh wieder schnell weg, nächstes mal dann eben. Und wenn die Winter jetzt nur noch 3 Stunden dauern... kannst ja einfach hinterher die Klausuren machen ;-)
LG Oliver

  zuletzt bearbeitet: Wed, 06 Dec 2017 21:42:29 +0100  
Schon wieder November, schon wieder Martinslauf rund um den Unterbachersee. Mein dritter mittlerweile und dieses Jahr der Matschigste. Viel Regen die letzten Tage, rechtzeitig zum Start dann noch mehr Regen, das ganze bei knappen 5°C, da ist Spaß auf den Waldwegen vorprogrammiert.
Statt mich wie die letzten Jahre in den verläßlichen Stau Richtung Parkplatz "Südstrand" (direkt am Start) einzureihen, bin ich diesmal der klugen Empfehlung des Veranstalters gefolgt und hab stattdessen am "Nordstrand" geparkt. Das ist zwar etwa 2,3km vom Start entfernt, aber keine große Sache und ganz nett zum langsamen Warmlaufen.
Und diesmal wollte ich es wissen und bin erstmalig mit FiveFingers (V-Trail) in den Wettkampf gezogen. Auch wenn ich am Ende immer noch nicht die 1:30 knacken konnte, es war trotzdem die sehr richtige Entscheidung.
Der Martinslauf bietet ja bekanntlich ein Rahmenprogramm für die ganze Familie, neben dem HM und 10km Lauf natürlich auch die passenden Distanzen für Schüler und Kinder. Ich war erstaunt mit wieviel Spaß alle trotz des miesen Wetters dabei waren, besonders die Bambinis sind voller Freude durch die Pfützen gerannt.
Um 11:50 Uhr gings dann für uns mit dem Halbmarathon los, ich war diesmal weiter vorne im Startfeld und bin gleich abgezischt, schnell freilaufen, da waren die Gedrängel-Erinnerungen des letzten Jahrs noch sehr präsent. Nach nichtmal 2km war ich im Trott und freute mich mit jedem Schritt über die VFF. Pfützen? Egal. Matsch? Egal.
Dank einiger schneller Läufer in meinem Feld konnte ich ziemlich lange mit einer 4:10er Pace (mit)laufen, hatte sogar gehofft das Tempo vielleicht durchziehen zu können, aber nach 16km kommt eine etwa 2km lange Asphaltstrecke (Radweg), da musste ich dann etwas Geschwindigkeit rausnehmen, irgendwie bin ich da aus meinem Trott gekommen. Danach wieder rein in den Wald und ab Richtung Ziel über teilweise ziemlich ausgewaschenem Asphalt, ich bin einfach bei der 4:20er Pace geblieben um dann doch noch einen immerhin kleinen Zielsprint hinzulegen.
Es wurde für mich schließlich eine Netto-Zielzeit von 1:30:54, Platz 51 (5. in AK M50). Wie ihr mich kennt, bin ich damit voll zufrieden, ansonsten hätte ich ja einfach schneller laufen können ;-)
Der Regen ist irgendwie unterwegs auf der Strecke geblieben, sogar Sonne war mal kurz zu sehen, änderte nichts daran dass wir alle ausgesehen haben wie Drecksäue.
Im Nachzielbereich wartete der verdiente Weckmann, diesmal überreicht mit der Frage: "und, zufrieden?", das konnte ich mit "ja, voll!" bestätigen, dafür gabs ein Smiley auf der Startnummer.
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Ein paar der schnellen Hirsche aus der ersten Hälfte konnte ich wiederfinden und abklatschen (danke Axel fürs Ziehen), der Rückweg zum Parkplatz war dank Trail.Broz Stephan sehr kurzweilig, auf knappen zwei Kilometern kann man schon eine gehörige Menge fachsimpeln.
Nikki Johnstone hat übrigens den ersten Platz mit neuem Streckenrekord von 1:10:07 gesetzt. Wahnsinn!
Für mich war es mal wieder ein echt schöner und erfüllter Tag und der letzte Wettkampf dieses Jahres.
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Lieber Christian, danke sehr, ich bin sogar davon überzeugt dass mich (zumindest gestern) andere Schuhe eher gebremst hätten. Die Überlegung war kurz da auf griffige Trailschuhe auszuweichen, aber wozu wenn es die V-Trail gibt?! Der Lauf macht schon Spaß, von der Umgebung war wegen Regen nicht viel zu sehen, aber ich war zum dritten mal dabei und kenne "jeden Baum". Über meine Verhältnisse bin ich nicht gegangen, war irgendeine Kopfsache die mich etwas weggebremst hat. Nächstes mal dann mit Karacho :-) Danke!
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Die Freundin von Nikki war übrigens am gleichen Tag mit mir beim Platinman und gewann die Frauenwertung.
Mein Glückwunsch zur schnellen Zeit! Der Kurs ist bestzeitentauglich, jedenfalls bin ich dort meine HM-pB im Jahr 2015 gelaufen. Ich war auch in minimalem Schuhwerk unterwegs. Damals bohrte sich ein Stein durch die Sohle in meine Ferse, um mich zusätzlich "anzuspornen".
  
Dioni haut ja auch alles weg, unglaublich die beiden.
Danke! Auf deine pB-Zeit werde ich auf der Strecke wohl nicht mehr kommen (hab eben mal geschaut), möchte mich aber auch nicht mit deiner Methode anspornen. Aber wer weiß, nächstes Jahr wird sich noch was schnelles finden, die 1:29 will ich auf jeden Fall haben. Himmelgeist HM könnte dafür passen.

  
Mit dem minimalen Laufen ist das ja so eine Sache. Wer sich bewusst dazu entschliesst Dämpfungsmonster und hohe Sprengung hinter sich zu lassen, "bezahlt" erstmal mit wirklich mühsamer Aufbauarbeit. Muskeln, Knochen und Sehnen passen sich an den neuen Laufstil nicht mal so eben an, das dauert Monate bis Jahre. Im Grunde muss das Laufen neu erlernt werden. Wiederkehrende Muskelkater sind nur das kleinste Übel, wer zu schnell zu viel will und nicht aufpasst, kann sich Ermüdungsbrüche oder langwierige Sehnenentzündungen zuziehen. Geduld ist angesagt. Und Disziplin, konsequentes Dranbleiben. Und natürlich eine feine Beobachtungsgabe für den eigenen Körper.
Bei mir war es anfangs eher unbewusst, erst nach den ersten Beobachtungen am eigenen Laufstil wurde mir klar, dass "klassische" Laufschuhe für meine immer mal auftretenden Knieschmerzen nach längeren Läufen verantwortlich sein könnten. Damals waren längere Läufe noch maximal 12km. Seitdem ist ja bekanntlich viel passiert, im Nachhinein weiß ich: die geduldigen immer längeren Barfußeinheiten waren das Beste was ich mir antun konnte.
Alle Schuhexperimente mögen ihre Berechtigung gehabt haben, zum Glück konnte ich viele der mir persönlich nicht gefallenden "Nieten" wieder verkaufen (der Rest wurde zum guten Zweck weitergegeben), irgendwann dämmerte mir jedoch was ich brauche: 0mm Sprengung, keinerlei Stütze, geringe bis gar keine Dämpfung. So gestaltet sich dann auch mein jetziger Schuhschrank.
Aber darauf wollte ich überhaupt nicht hinaus.
Wir Läufer reden so viel von Sprengung und Dämpfung, völlig unter dem Radar bleibt dabei das Thema gestützte Fußgelenke.
Jeder läuft anders, niemals würde ich empfehlen meine Lauf-Marotten zu übernehmen. Dazu fehlt mir jegliche Kompetenz, meine bisherigen Erfahrungen stammen aus meiner Art zu laufen, mit allen Höhen und Tiefen, das ist einfach nicht auf andere Läufer zu übertragen. Und schon überhaupt nicht möchte ich vermeintliches Wissen klugscheissen um irgendwann zu bemerken dass ich Blödsinn erzählt hab.
Lauft einfach so wie ihr euch wohl fühlt; wer schmerzfrei bleibt, macht ja generell nichts verkehrt. Ganz einfach.
Ab und zu kleinere Anmerkungen aus eigener Erfahrung kann ich mir trotzdem nicht verkneifen, das hier ist schließlich mein kleines Laufnotizbuch ...
Vor einigen Wochen bin ich mal aus Spaß und Neugier in diverse angesagte "normale" Laufschuhe geschlüpft und konnte überhaupt nicht glauben dass ich mit sowas mal regelmäßig laufen war. Von der starren Sohle und dem Hightech-Gedöns mal abgesehen, mein Sprunggelenk und meine Zehen haben sich regelrecht eingeschnürt gefühlt, völliges Unwohlsein. Einerseits stärken wir beim Laufen unsere Muskeln und Sehnen an den Beinen, andererseits verkümmert das Sprunggelenk (und die Füße) in gestützten, "schützenden" Polstern. Fühlt sich für mich nicht richtig an.
Zur Zeit bin ich bekanntlich (schwer begeistert) sehr viel in Fivefingers unterwegs, manchmal auch in den roten Newton-Raketen, aber alles andere versauert ungenutzt im Schuhschrank.
Gestern ging es mit V-Trails eine spaßige 25km-Runde durch den Wald, ungestüm durch Laub und Unterholz, schnelles bergab laufen und zügiges bergauf, über Wurzeln und Äste. Die Zehenschuhe passen sich einfach klasse an den Untergrund an, schon im Sekundenbruchteilmoment des Auftretens passiert ein instinktives Ausgleichen, genau so wie beim Barfußlaufen. Bei jedem Schritt. Eigentlich schon erstaunlich genug.
Und was passierte trotzdem? Eine versteckte Wurzel unterm Laub, ungeschicktes Auftreten mit Wegrutschen und ich knicke richtig übel mit dem linken Fuß nach innen um. Kurze Schrecksekunde, abtasten, nichts passiert. Gar nichts. Ungläubiges Staunen, sachtes weiterlaufen, Tempo anziehen, alles top, nach zwei Minuten war alles vergessen. Vor einigen Jahren gab es mal einen ähnlichen Umknicker, nicht mal so heftig, aber danach war vier Wochen Schluss mit Laufen, leichte Schmerzen waren sogar monatelang vorhanden, ein Jahr keine Volksläufe, sondern nur langsames wieder rantasten.
Vielleicht hatte ich diesmal auch einfach bloß Glück, glaube aber dass meine Sprunggelenke in den letzten Jahren wirklich erheblich stärker geworden sind.
Und ganz ehrlich, neben allen anderen positiven Effekten (und es gibt reichlich), alleine dass mir gestern nichts passiert ist, das war mir der langwierige Umstellungsprozess schon wert.
Also immer weiter laufen. Verletzungsfrei, schmerzfrei und gesund. Das wünsche ich euch ebenfalls.
  
Lieber Manfred,
genau, alles ist gut :-) Es geht nur um‘s unbeschwerte Laufen, jeder nach den eigenen Vorstellungen. Und nur weil ich ein paar km problemlos barfuß laufen kann, bin ich noch lange kein „echter“ Barfußläufer, VFF oder ähnliches sind ja auch Schuhe. Mit einigen Wettkampfschuhen komme ich übrigens ebenfalls klar, die sind ja auch flach und hart, halten nur leider nicht besonders lange und neigen dazu in der Zehenbox sehr eng zu sein. Das kann ich nicht mehr leiden. Freiheit für die Füsse! :-) Mal schauen wo mich die Experimente noch hinbringen.
LG Oliver
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Lieber Oliver,
Du beschreibst es vollkommen richtig, es braucht Zeit, Geduld und Vernunft das Laufen umzustellen...aber es macht einen granatenmäßigen Spaß. Allerdings ist es wohl nicht für jeden das Paradies, auch ich musste Lehrgeld bezahlen mit dem Ermüdungsbruch 2012....
Aber, und das hat mir der vergangene Winter gezeigt, sind Schuhe mit Sprengung und Dämpfung für mich inzwischen ein Gräuel. Immerhin durfte ich eine Achillessehnenentzündung und eine langwierige Bandinstabilität im Frühjahr auskurieren. Die Muskulatur will arbeiten, darf sie das nicht durch entsprechendes Schuhwerk, quittiert sie den Dienst und die Verletzungen sind dann vorprogrammiert.
Also, bleib dabei und wenig Experimente

Salut
  
Lieber Christian,
ich finde es erstaunlich wie langwierig die Umstellung ist, aber auch wie wohltuend es für den Körper wenn denn alles funktioniert. Und wer mit Hokas o.ä. wunderbar zurecht kommt, der soll auch unbedingt genau so weitermachen, missionieren find ich einfach doof, dazu sind wir Läufer zu unterschiedlich.
Deine Verletzungen waren mir übrigens ein warnender Hinweis alles noch ruhiger anzugehen. Ich fühle mich jetzt (nach über drei Jahren) erst einigermaßen "angekommen", und da ist trotzdem noch ne Menge Feinarbeit zu leisten.
Aber das alles macht nun mal "granatenmäßigen Spaß", eine mehr als passende Beschreibung :-)
Bleib gesund, beste Grüße, Oliver

  
So langsam etabliert sich die Einwegstrecke nach Haan als vorzügliche Ausdauerübung. Nachdem ich noch den einen oder anderen Schlenker eingebaut hab, sind es mittlerweile 25km und dabei stetig nach oben. Gesammelt komme ich bei der Distanz auf fast 400 Höhenmeter, mit teilweise krassen Steigungen, aber alle  wirklich fiesen Sachen kommen erst ab ca. 11 Kilometer.
Wenn dann noch das Wetter stimmt, so wie heute (10°C, windig, grau), dann kommt richtig Spaß auf, ein vernünftiges Tempo zu finden und dabei die Umgebung zu geniessen. Das ganze mit den VFF V-Trail an den Füssen, die übrigens auch auf Asphalt klasse funktionieren, und für mich war es mal wieder ein wirklich schöner Lauf ohne mich kaputt zu schwitzen. Herbst kann schon was.

Ein Teil der Strecke geht über die Neandersteig-Entdeckerschleife:
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... mit wirklich schönen Pfaden und dabei fiel mir auf wie grün noch alles ist:
Bild/Foto Bild/Foto
... und ich bin echt froh, mich nicht an solchen Karten orientieren zu müssen:
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Nach 1:55h war ich am Ziel, anfangs mit einer flotten Pace von 4:15 unterwegs, ab Erkrath mit Beginn der Steigungen dann aber bewusst langsamer, wobei ich mich schon sehr bemühte nicht zu sehr zu schlurfen, ich mag es einfach eine gewisse Grundgeschwindigkeit zu halten bzw. im Rhythmus zu bleiben. Hat alles geklappt.
Kuchen gabs dann auch im Ziel. Das nenne ich einen runden Nachmittag.
  
Liebe Strandläuferin, danke dafür, du glaubst gar nicht wie ich mich selber darüber freue (naja, vielleicht doch...)! Und ja, ich weiß es unglaublich zu schätzen, dass die Lauferei bei mir einfach nur so "flutscht". Noch besser: ich weiß es auch zu geniessen :-)
Aprilwetter Grüße vom Rhein
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... und rot und gelb und orange, lieber Oliver! :lol:
Es gibt doch immer wieder schöne Bilder von draußen! Und natürlich gibt es auch sehr schöne Strecken, die wir nochmal viel lieber laufen, wenn es dann auch noch am Ende Kuchen gibt! ;-) Beneidenswert ... aber ich komme ja mindestens einmal am Wochenende auch auf den Genuss!!!
Da beneide ich dich eher um das flotte Tempo. Aber bei mir läuft es ja auch langsam wieder besser. Ich muss halt Geduld haben ... :-)
Bleib dran und weiterhin so fit!
LG Manfred
  
Lieber Manfred, stimmt, da waren alle Herbstfarben dabei, mich hat nur erstaunt wie viel grün noch dabei war. Kuchen im Ziel ist bei mir ja eher die Ausnahme, muss ich mich halt ein wenig für anstrengen, aber lohnt immer!
Mein Tempo hat ja zwei Seiten, ich geniesse es bei Tageslicht schnell zu laufen, unter der Woche ist es bereits dunkel auf meinen Runden, da geht das Tempo automatisch runter. So laufe ich immer schön ausgeglichen in allen Geschwindigkeiten, das ist echt klasse.
Deine Geduld hat dich innerhalb der letzten 12 Monate beachtlich voran gebracht finde ich. Wir bleiben dran ;-)
LG Oliver

  
Es gibt Themen, die lassen mich nicht los. Dazu gehören auch die guten Zehenschuhe. Als es bei mir vor einigen Jahren mit der Umstellung zu minimalem Laufen losging, kamen natürlich sofort ein Paar davon in den Schuhschrank. Ich fand die immer irgendwie toll, aber trotzdem nicht so richtig überzeugend. Der Grund war auch schnell gefunden: einerseits mein langer "Zeigezeh", der passte nie besonders gut in den Schuh und andererseits fand ich das Material viel zu steif (VFF KMD Sport LS). Das war für mich einfach kein Vergleich zum Barfußlaufen.
Während dieser Umstellungszeit gab es ausserdem noch viel mehr zu entdecken, die FiveFingers rückten in den Hintergrund und so bin ich zb. bei Merrell und Inov-8 gelandet und hab mit Altra und anderen Marken rumexperimentiert. Nebenbei wurden die echten Barfußstrecken immer länger, es war scheinbar einfach nicht an der Zeit mich mit Zehenschuhen zu beschäftigen. Aber wie gesagt, das Thema ließ mich nicht so richtig los, zu lesen gibts in anderen Blogs ja immer wieder dazu.
Christian hatte dann im August einen schönen Ausrüstungstest über die neuen VFF V-Trail geschrieben, mit einem für mich entscheidenden Satz: "Das Laufgefühl ist definitiv besser ..., da die Sohle weniger starr und steif ist". Schon war ich wieder Feuer und Flamme und musste die Teile auch unbedingt testen.
Gesagt, getan, gekauft, angezogen, vor Freude ausgerastet!
Nicht nur dass mein Zeigezeh ausreichend Platz hat, sondern die Sohle ist ein echter Schmeichler. Sehr direkt, beweglich und trotzdem mit klasse Grip auf den wilden Waldwegen. Mein erster Lauf ging mit schnellem Tempo 18km durch den Aaper Wald, über alles was man so an Untergrund haben kann (ok, Lavagestein gibts hier nicht), ich bin aus dem Grinsen überhaupt nicht mehr rausgekommen. Die folgenden Tage ging es dann immer abwechselnd entweder auf die Strasse mit den Raketenschuhen Newton MV3, oder in den Wald mit den V-Trail. Die perfekte Ergänzung. Mittlerweile dürften die FiveFingers schon ca. 200km runter haben (ich notiere das nicht so genau) und meine Begeisterung ist ungebrochen. Die heutige Runde im Regen und durch Matsch, einfach klasse. Wo ich sonst schonmal wegschlittere, heften sich die V-Trail einfach fest. Der Grip und die Flexibilität sind echt erstaunlich.
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Zwischendurch wurde ich durch Deichläufer Volker dann auch noch angefixt die Strassenvariante "V-Run" zu testen. Die hab ich nun seit mitte letzter Woche, gleiche Begeisterung und die erste Testrunde ging einfach mal über 26km am Rhein entlang. Und dabei hab ich auch gleich gelernt: das sind Strassenschuhe! Ein 5km-Abstecher über die Pfade der Rheinwiesen waren zwar "machbar", aber nicht so der Hit, da fehlt einfach Grip, die Pfützen und Schafköttel haben es nicht besser gemacht.
Auf Asphalt allerdings gibts für die V-Run kein Halten, ich behaupte mal die nehmen sich nicht viel mit den MV3. Wenn man nach 20km noch mal aufdrehen kann und diverse Radfahrer und Inliner hinter sich läßt, dann muss ja irgendwas richtig sein.
Vielleicht hat das auch was mit meinem mittlerweile strikten und sicheren Vor-/Mittelfußlauf zu tun, aber ich fühle mich tatsächlich richtig wohl in den neuen Fivefingers.
Übrigens: Inov-8 laufe ich in Größe 45, Newton und Merrell in 44,5 und die FiveFingers in 43 (meine Strassenschuhgröße).
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Lieber Oliver,
beide, die V-Trail und V-Run, habe ich inzwischen 2 x, da mich der Geruch nach 3-4 Läufen doch sehr stört und die Teile dann in die Maschine müssen. Da ich insgesamt schon 9 Paar VFFs in den letzten 7 Jahren besessen und teilweise verschlissen habe, kann ich Deine Erfahrung nur teilen. Die V-xxx sind bislang die gelungensten VFFs für Läufer, leicht und direkt und saubequem. Mit den V-Trails ist sogar im Matsch noch eine gewisse Kontrolle da, wie ich auf der Wanderung und bei einigen Trailläufen schon feststellen konnte.
Ich finde es toll, wie Du das Laufen mit Minimalschuhe und barfuß zelebrierst und freue mich ähnlich zu empfinden.
Also, mach weiter so und pass auf Dich auf :-D

Salut
  
Liebe Margitta, meine Nachbarschaft kennt mich eh barfußlaufend, da wundert sich niemand über Zehenschuhe. Ich finde zb Hokas viel gewöhnungsbedürftiger, alles eine Frage der Sichtweise, Laufsandalen gibts ja auch noch ;-)
Nee ernsthaft, die Dinger sind schon klasse und passen einfach punktgenau zu meinem Laufstil.
Danke, Lauffreude hab ich mehr denn je!
  
Lieber Christian, ich werde die Teile in den nächsten Monaten gnadenlos ausreizen, hab da richtig Lust drauf. Immer wenn ich mal wieder gedämpfte Schuhe anziehe, ziehe ich sie gleich wieder aus und wähle dann doch ein minimales Paar. Auch für längere Strecken. Da ist auf jeden Fall noch mehr drin, mich erstaunt im moment wirklich wie gut es sich mit Fivefingers sprintet.
Statt Waschmaschine kommen die manchmal einfach mit unter die Dusche, aber "Geruchsgrenzerfahrungen" hatte ich auch noch nicht :-)
Danke und beste Grüsse!