zuletzt bearbeitet: Sun, 27 May 2018 11:38:39 +0200  
Nach dem Düsseldorf Marathon waren fünf Ruhetage eingeplant und die hab ich auch echt genossen. Auf den darauf folgenden ersten abendlichen Lauf freute ich mich ... aber nur vorher. Die normalerweise routinierten 18km wurden fast zur Quälerei, ein langsames schleppendes Traben, statt leichtfüßiges Laufen, nach 10km machten sich sogar Abbruchgedanken breit. Soweit hab ich es zwar nicht kommen lassen, aber es blieb bis zum letzten Meter ein sehr langsamer Trott ohne Freude. Auf den letzten Kilometern machten sich ausserdem leichte Schmerzen in den Adduktoren breit, das hatte ich noch nie, meine Lauflust zeigte gen Null. Ich war echt froh wieder zu Hause zu sein und machte mir danach Gedanken was denn los sei. Zu wenig Erholung? Zu viele intensive Läufe im Frühjahr? Falsche Ernährung? Tatsache war, dass in 2018 inklusive Marathon bereits fast 1.400km auf der Uhr standen und ich drei Kilo abgenommen hatte (kann ich mir überhaupt nicht leisten!). Vielleicht kamen einfach ein paar Dinge zusammen die mich plötzlich runtergezogen haben, auf jede Fall war plötzlich einfach die Luft raus. Da ich sowas überhaupt nicht leiden kann und das Jahr noch lang ist, der nächste offizielle Lauf erst Ende Juni ansteht und meine Arbeit zudem derzeit etwas nervenaufreibend ist, kam der pragmatische Entschluss: konsequente Laufpause. Mindestens zwei Wochen, maximal vier Wochen. Und ausserdem "kein Kontakt zum laufenden Volk", im Klartext: keine Lauf-Blogs lesen und joggende Menschen ignorieren. So erklärt sich auch meine Kommentar-Abwesenheit bei den üblichen Verdächtigen in der Blogosphäre, verzeiht bitte ;-)
Heute abend dann endlich wieder eine kleine Rheinrunde!
Nur 13km und die auch bewusst eher langsam. Hektik machen kann ich noch später im Jahr, jetzt wird erstmal wieder in Ruhe die Ausdauer aufgebaut.
Es lief übrigens viel besser als vermutet, scheinbar sind drei/vier Wochen aussetzen noch in der Toleranz. Aber vor allem hat es einfach nur gut getan den Körper wieder laufend zu spüren! Das hab ich wirklich vermisst!! Lauffreude ist wieder da, die drei Kilo wieder drauf, tolles Wetter haben wir auch, alles ist gut :-)
  
Ha! Also am besten bei 0°C und gut runtergehungert einen Marathon laufen, dann wirds auf jeden Fall eine Bestzeit. Na, das sind doch mal "gute" Aussichten ;-)
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Peinlich, peinlich, ich meinte natürlich, dass ich ein schlechter Futterverwerter bin. :-(
LG Manfred
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Liebe Helge, ich weiß dass das doof klingt und vor allem dass viel gelaufen wird um eben gezielt Kilos loszuwerden. Ich hab in intensiven Laufzeiten immer meine Mühe mein Gewicht zu halten und muss dafür ordentlich futtern.  Jaja, mein zweiter Vorname ist Vernunft, bzw. meine Gesundheit ist mir wichtig, da höre ich immer schon ziemlich genau hin, hab ja auch in der Vergangenheit bereits ein paar mal Vorsicht walten lassen, hinterher monatelang ärgern wäre einfach blöd. Bin schon wieder voll dabei, zwar langsamer als normal, aber voll guter Laune :-)

  zuletzt bearbeitet: Tue, 01 May 2018 12:02:37 +0200  
Jetzt kann ichs ja sagen: der diesjährige Düsseldorf Marathon hat mir mental nach dem Fiasko letztes Jahr einiges abverlangt. Die Tage vorher, Kopfkino. Ich war selten so aufgeregt am Start wie dieses mal, das reinste Nervenbündel. Einerseits weil ich erstmalig mit Fivefingers starten wollte (und getan hab), aber vor allem sollte dies ein Lauf ohne blöde Fehler werden.
Vorwegschicken möchte ich, dass Barfußläufer Haasky/Wolfgang zu meiner Freude den Weg nach Düsseldorf auf sich genommen hat und ebenfalls am Start war. Dort haben wir uns zwar nicht gesehen (verschiedene Startblöcke), aber stattdessen konnten wir die Zeit nutzen und einen Tag vorher nach der Startunterlagen-Ausgabe einen äusserst angenehmen philosophischen Abend zusammen verbringen. Zu plaudern gibts ja immer genug unter Läufern, aber zu lernen für mich auch, endlich konnte ich mal einen erfahrenen Barfußläufer "ausquetschen".
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Marathon-Tag.
Das Wetter versprach "komisches" zwischen Regen und Gewitter, bereits beim Warten im Startblock tröpfelte es ein wenig, dafür war die Temperatur perfekt, mit irgendwas um 12°C und kaum Wind. Ideal also. Später, während des Rennens kam dann immer mal ein Schauer runter, doof für das Publikum, mir hat es nichts ausgemacht, im Gegenteil, ich bin gerne durch die Pfützen getrabt um die Füße zu kühlen. Allerdings hab mich öfter gefragt wie Wolfgang das wohl wegsteckt, barfuß bei Nässe auf Asphalt, es gibt schöneres.
Ich bin aus dem Startblock Zielzeit 3:30h gestartet, hatte aber erstaunlicherweise die 3:45h Pacemaker direkt vor mir. Also nach vorne durchackern, immer mein Tempo im Auge, bloß nicht die ersten Kilometer zu schnell laufen.
Das Pulsmesser war als offizieller Pacer für die 3:30h unterwegs, den wollte ich zumindest endlich wenigsten mal kurz kennenlernen. Also Aufholen, die Fähnchen im Blick, kurz sondiert wer er wohl von den dreien ist und angequatscht. War kurz, aber hat mich gefreut :-) Meine Zielzeit sollte unter 3:30h liegen und so bin ich also fix weiter, immer schön die Pace im Auge.
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Und es lief einfach gut. Die Schuhe waren ein Genuss, ich war fit. Die Kilometer rollten so dahin, die Halbmarathonmarke wurde punktgenau überquert, irgendwann nach km28 kam das Kopfkino durch "letztes Jahr fing hier das Elend an", aber von Elend diesmal keine Spur und damit war dieses Thema endgültig beendet. Alle 10km wurden stoisch zwei Salzkapseln eingeworfen und ein/zwei Schluck Wasser hinterher. Ab km30 hab ich auch mal zu Iso gegriffen, das sich allerdings als komisches sehr verdünntes Gesöff offenbarte.
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Besonders erfreulich und etwas Stolz bin ich auf den völligen Verzicht von Gels oder ähnlichem. Da war einfach nichts nötig, irgendwann hatte ich ein Gummibärchen rausgekramt, eine Weile zwischen den Fingern gebunkert, draufgestarrt und schließlich einfach weggeworfen. Es ging ohne, sehr gut sogar. Ab km32 wurde mir so richtig bewusst wie gut es läuft und ich hab einen kleinen Gang zugelegt. Viele der Läufer die mich früh überholt hatten, blieben nun hinter mir, ich war etwas angestachelt die 3:20h zu versuchen. Da waren noch Körner und ich bin gerannt, konzentriert und voller Spaß. "Noch 2km!", keine Schwäche, beste Laune, nur noch die letzte Schlaufe über die Kö und dann ab ins Ziel. Genau in dem Augenblick sehe ich Wolfgang auf der anderen Strassenseite vorbeipreschen. Das hat mich nochmals angestachelt, ich hab meinen Laufgürtel abgeschnallt, meiner Liebsten zugeworfen und nochmal konzentriert Tempo gemacht. Dass das überhaupt möglich war, erstaunt mich jetzt noch.
Der Zieleinlauf in Düsseldorf direkt am Rheinufer ist wirklich klasse und diesmal konnte ich das auch geniessen, die Sonne ist noch rausgekommen, es hat einfach alles gepasst.
Zielzeit netto 3:21:36
Ok, die 3:20h sind es dann doch nicht geworden, aber mein diesjähriges Ergebnis ist schlicht und einfach fast 20 Minuten besser als meine bisherige Bestzeit. Ich bin mehr als zufrieden.
Hinter der Ziellinie wartete dann zu meiner Freude Wolfgang auf mich, wir sind langsam gemeinsam Richtung Nachzielbereich getrottet und haben uns fleissig über die letzten 42km ausgetauscht.
Fazit: ein rundum gelungenes Rennen, alles richtig gemacht, wahrscheinlich ist sogar noch etwas mehr drin, aber ich bin sowas von sauzufrieden!
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Liebe Margitta, mir war bewusst dass es diesmal eigentlich nur besser laufen kann, hab auf irgendwas um 3:25 spekuliert. Aber ich war auch echt noch nie so nervös vorher, ein wenig mehr Selbstvertrauen hätte nicht geschadet. Du hast mich da schon fast besser eingeschätzt, und das aus der Ferne, mal wieder die gute alte Erfahrungswerte. Ich sags ja immer wieder ;-)  Auf die eine Minute kommt es mir tatsächlich nicht an, die wäre locker drin gewesen, es ist aber wie es ist und ich bin wirklich rundum zufrieden mit dem Ergebnis. Spannender wird es beim nächsten Marathon, vielleicht klappt das ja mit Frankfurt, wäre ideal, ansonsten werde ich irgendwo anders die 3:15 knacken. Jetzt weiß ich dass ichs kann :-) Vielen Dank!!!
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Ich bin immer wieder begeistert, wenn es jemand schafft in diesen Temporegionen einen Marathon zu laufen. Ist mir persönlich leider nicht vergönnt. Ob´s am Gewicht oder an mangelndem Talent liegt konnte ich nie erörtern. Vielleicht bin ich eher der der Kraft- als der Läufertyp. Oder liegt´s vielleicht daran, dass ich das Laufen bis vor 10 Jahren noch hasste und jeder Strecke über 20Meter aus dem Weg gegangen bin! ;-)
Macht aber nix. Mit zunehmendem Alter akzeptiert man manche Dinge einfach.
Ich habe mich bei Dir ein wenig umgeschaut und mit großem Interesse dein Hubzilla gefunden. Kannte ich vorher noch gar nicht, hat mich aber sehr neugierig gemacht. Ich werde mir mal die Sache anschauen. Vielleicht habe ich die eine oder andere Frage an Dich?
Wäre das OK?
Ansonsten würde ich gerne deinen Blog bei mir verlinken, wenn Du damit einverstanden bis.

Gruß Gerd
  
Hallo Gerd, über meine diesjährige Zeit freue ich mich sogar doppelt, einerseits wegen der Bestzeitverbesserung und andererseits weil ich das ganze in VFF gestemmt hab. Hätte mir das jemand vor 2 Jahren vorausgesagt, dem hätte ich einen Vogel gezeigt :-) Aber am ende ist die Zielzeit ja dann doch wieder zweitrangig, es geht ja eigentlich darum diese Distanz laufen zu wollen/können.
Wegen Hubzilla: klar, gerne nachfragen. Oder noch besser, einen offenen Hub suchen (zb https://start.hubzilla.org), dort einen Account anlegen und rumexperimentieren. Du kannst ja später jederzeit umziehen (nomadische Identität, eines der Key-Features von Hubzilla). Verbinde dich mit mir (https://hubloq.net/channel/oliver) und dem Support Forum (https://zotadel.net/channel/support) und schon wird (hoffentlich) jede Frage beantwortet.
Blog-Verlinkung sehr gerne, findet auch gleich bei mir statt. Beste Grüße aus dem Rheinland, Oliver

  
Da war er wieder, zum fünften mal war ich am Start bei der 10km Distanz des Düsseldorfer Brückenlauf. Zum fünften mal hab ichs geschafft mich viel zu bescheiden zu weit hinten im Startblock einzureihen und dadurch nicht gleich geschmeidig durchstarten zu können, zu viele langsame Läufer vor mir, Flaschenhals-Effekt. Zum fünften mal hab ich trotzdem meine Zeit verbessern können, diesmal allerdings nur minimal, Nettozeit 41:13, damit ganze 5 Sekunden besser als 2017, wow ;-) Also immer noch keine Sub40, ist aber nicht schlimm. Eigentlich ist sogar alles super, da ich das Ding mit Fivefingers gelaufen bin und trotz Hitze ausgesprochen viel Spaß hatte. Ist schon toll wie die V-Run auf dem Asphalt abgehen, besonders in engeren Kurven haften die wie Geckofüsse am Untergrund, kein Wegrutschen möglich.
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Dafür dass ich überhaupt nicht mehr für 10er trainiere und auch meine abendlichen Runden eigentlich immer um einiges länger werden, sind mir diese zwei Runden über Düsseldorfs Altstadt-Brücken gut gelungen, und Platz 27 ingesamt, 4ter in meiner AK kann sich auch irgendwie sehen lassen. Was mir tatsächlich das erste mal auf dieser Distanz sehr gut gelungen ist: ich bin mein Rennen gelaufen, hab mich weder ziehen noch drängen lassen, sondern hab meinen Rhythmus stoisch durchgezogen. Und hab mich dadurch ziemlich gut nach vorne gearbeitet, bin teilweise sogar mit viel Abstand alleine gelaufen, fast unmöglich bei dieser Menschenmasse (knappe tausend Starter).
Alles in allem war es mal wieder eine toll organisierte Veranstaltung, für jeden was dabei, Nikki Johnstone hat erwartungsgemäß mit Abstand gewonnen, ab 14:30 Uhr hat ein kurzes und starkes Gewitter den frühen Hochsommer und wahrscheinlich auch die Reste der Läuferparty beendet, aber da war ich längst wieder zu Hause.
Es wird wohl mein einziger 10er dieses Jahr bleiben, aber nächstes Jahr bin ich höchstwahrscheinlich wieder dabei.
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Liebe Margitta, das ist alles ein Kopfding, das letzte Jahr steckt da noch irgendwo fest, das muss im richtigen Moment überlistet werden. Aber ich bin mehr als guter Dinge und freue mich auf nächsten Sonntag. Alles sehr spannend, ich danke Dir!!! ... und lasse mich überraschen ;-)
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Kann ich Dir tatsächlich sehr empfehlen @dasPulsmesser, die Veranstaltung ist echt gut durchorganisiert, übersichtlich und ich hab immer meinen Spaß wenn mit solchen Veranstaltungen die Altstadt ein wenig aufgemischt wird. Wir sehen uns nächstes Jahr ;-) Es war wirklich sehr warm, sogar Nikki hat in der zweiten Runde einen Gang rausgenommen. Danke Dir!!
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Lieber Manfred, wenn ich die letzten Jahre interpoliere, dann sind es nur etwa 6 Jahre ;-) Nee, hat riesen Spaß gemacht, es war sehr warm und die Drängelei am Anfang war meine eigene Schuld, hätte mich ja weiter vorne aufstellen können. Für so einen 10er laufe ich mich sogar immer etwas war, sonst komm ich wirklich nicht in Schwung, da hast Du völlig recht. Danke Dir und liebe Grüße!

  
Das ging schnell. Da hab ich vor ein paar Tagen noch den Frühlingsbeginn abgefeiert und heute knackt das Thermometer mal eben die 26°C. In den nächsten Tagen gibts sogar noch eine Schippe drauf, wahrscheinlich klagen die ersten Nörgler bereits wieder über "diese Hitze". Ich finds super. Und rein zufällig genieße ich ein paar Urlaubstage, was liegt also näher einfach mal mitten in der Woche tagsüber den Wald (zurück) zu erobern, da war ich lange nicht.
Es ist ja wirklich immer wieder schön, einerseits auf sanften Waldwegen zu laufen (der Zehenschuhträger freut sich), aber vor allem wieviel Spaß es macht diese paar Höhenmeter auf und ab zu traben. Mal nicht auf die Zeit zu schielen, sondern einfach bloß gemütlich herumzuschlappen und das frische Grün zu geniessen.
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Ich bin meine "übliche 18km-Runde" gelaufen, immerhin mehr als die Hälfte davon geht auch wirklich durch den Wald, ein Teil durch Wiesen und je 3km für "An-/Abreise" über Asphalt (die werden selbstredend auch immer gelaufen, ich bin viel zu faul das Rad für so eine Kurzstrecke aus dem Keller zu holen).
Wahrscheinlich wiederhole ich das morgen einfach nochmal, Wetter und Urlaubstage sollte man ja ausnutzen :-)
  
Lieber Manfred, solange die Nächte Abkühlung bringen, ist irgendwie alles gut. Aber besonders im Wald bleibt es dann auch tagsüber angenehm. Und irgendwann ist heisser Hochsommer und wir können es auch nicht ändern ;-) Ich finde Deine Waldstrecken ja auch immer sehr interessant, auf jeden Fall haben die oft was kulturelles zu bieten. Bei uns liegen nur ein paar olle Findlinge rum :-D LG Oliver
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Lieber Oliver,
dann hast Du Deinen Urlaub doch genau richtig gelegt und kannst nach Lust und Laune die Landschaft durchstreifen. Und schonmal Hitzeläufe üben...
Liebe Grüße
Elke
  
Liebe Elke, das war schon mehr als perfekt mit der spontanen Urlaubsplanung, ich hab das irgendwie drauf, war auch nicht das erste mal :-) Bin mal gespannt was der Sommer dann bringt, die echten Hitzeläufe kommen ja (hoffentlich) noch.
Liebe Grüße, Oliver

  
Nachdem der Jahresanfang bei mir ja eher von kürzeren Läufen geprägt war, beziehungsweise ich einfach fast immer nur meine flache "Hausrunde" (ca. 16-18km) gelaufen bin, kommen in den letzten Wochen dank des Frühlingsanfangs endlich wieder ein paar +30er zusammen. Ich gestehe, dass ich im späteren Winter einfach keine Lust mehr für längere Sachen hatte, oft war es zu dunkel, die Winterklamotte nervten und es gab einige echt energielose Tage (arbeitsbedingt). Das alles hat mir scheinbar nicht geschadet, dafür macht es jetzt wieder doppelt so viel Spaß und ich hab so richtig bock auf längere Strecken.
Aber Obacht, die Sonne hat schon mehr Kraft als man glaubt! Letztes Wochenende bin ich knapp am Sonnenstich vorbeigerauscht, hab mit ach und krach langsame 32km geschafft, inklusive einer kleinen Eis- und Trinkpause (ich hatte höllischen Durst!), und war richtig froh wieder zu hause zu sein. Kappe vergessen, selbst schuld.
Gelernt und gemerkt, heute ging es erneut auf eine 32km Rhein-Runde, diesmal mit Kappe und das war gut so. Zuerst noch bedeckt und mit angenehmen 15°C, kam später die Sonne raus und die Temperatur kletterte hoch auf 20°C. Ich konnte dank kühlem Kopf völlig frei und gemütlich traben, war bemüht das Tempo unten zu halten und hab ganz einfach jeden Kilometer genossen. Weder im Kopf noch in den Beinen kam Müdigkeit auf, diesmal lief einfach alles rund, hab auf der gesamten Strecke mal grade zwei Schlückchen Wasser benötigt, sehr beruhigend nach der Vorwoche.
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Nach 14km mitten in der Ilvericher Altrheinschlinge. Hinten ist die Brücke der A44 zu sehen, die gehört zu meiner Route um von "meiner" Rheinseite auf die andere zu gelangen.

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Man glaubt es kaum, aber wir haben hier auch Deiche, hier laufe ich bei ca. km18 einen ab um schnell von Meerbusch zurück zum Rhein zu kommen. Ganz hinten sind wieder die V-förmige Stiele der A44-Brücke zu sehen.

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Weil es so locker lief, bin ich einfach noch weiter über die Kirmeswiesen bis zur Rheinkniebrücke gelaufen, um erst dort wieder den Rhein zu überqueren. Und da war jetzt auch einfach mal ein Foto fällig, bitte sehr.
Diese Strecke hat zwar den unangenehmen Nachteil dass es dann anschließend fast zwangsläufig durch die Altstadt geht (rechts zu sehen), aber heute war es zum Glück nicht so überfüllt wie befürchtet und ich hab einfach zugesehen dass ich da schnell durchflitze.
Zuhause angekommen standen dann schließlich punktgenau 34 Kilometer in 2:40h auf meiner Uhr, gelaufen in Fivefingers. Weshalb genau sollte ich jetzt noch andere Schuhe tragen? :-)
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Ja, die ist schon angenehm zu laufen, und immer wieder Auswahl um noch mal einen Schlenker dranzuhängen. Irgendwo werden wir uns mal begegnen. Die Woche soll es allerdings ja richtig Sommer werden, vielleicht verdrücke ich mich dann doch mal wieder in den schattigen Wald :-)
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Lieber Oliver,
ich weiß jetzt auch, warum du auf so einer Runde so wenig zu dir nehmen musst: du läufst ja viel zu schnell :lol:
Du bist ja fertig, bevor der Hunger oder Durst kommt.
Clever!
Ich finde es so toll, das der Frühling jetzt richtig da ist. Wie du schon sagst, das macht einfach Laune. Man will nur noch raus und sich draußen bewegen.
Lass es uns genießen.
Liebe Grüße
Helge
  
Liebe Helge, Du bist eindeutig hinter meinen Trick gekommen :-D Nee, so schlimm ist es nicht, hab gestern testweise die gleiche Strecke nochmal abgelaufen (in gleichem Tempo) und hatte ordentlich Durst unterwegs. Zum Glück konnte ich meine Wasserflasche nochmal auffüllen, sonst wäre es schon knapp geworden. Aber das tolle Wetter zieht halt nach draussen, da kann ich mich nicht zurückhalten :-) Liebe Grüße, Oliver

  
So ist das mit der Schuhindustrie ... der mir sehr lieb gewordene Newton MV3 ist ein Auslaufmodell. Es wird keinen Nachfolger geben, wurde mir so von Newton bestätigt. Das ist einerseits nachvollziehbar, da der MV3 überhaupt kein "echter" Newton ist, d.h. der hat zwar (superflache) Stollen, aber ohne die typische Dämpfungstechnologie dahinter, andererseits ist es superschade, da er ein wirklich toller leichter Schuh für so richtig schnelle Läufe ist. Und ein idealer Begleiter für Umsteiger in die minimale Welt. Empfohlen haben mir die Jungs von Newton, doch einfach auf den Distance Elite auszuweichen. Netter Versuch, die hatte ich schonmal, sind mir allerdings viel zu schwer, viel zu hoch, viel zu massig, nicht mein Ding.
Bisher waren übrigens alle superleichten Lieblings-Schuhe auf meinem Weg zum minimalen Laufen Auslaufmodelle. Scheinbar ist der Markt nicht so riesig :-)
Nunja, mein "aktives" Paar MV3 wird noch einige hunderte Kilometer durchhalten (ich laufe Schuhe bekanntlich bis sie auseinanderfallen, ein echter Vorteil bei minimalem Schuhwerk) und als "Backup" steht noch ein weiteres unbenutztes Paar im Schrank. Wer weiß ... vielleicht werde ich die nie benötigen. Oder selten. Es gibt ja noch andere Optionen ...
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Genau! Grade bei Inov-8 wundert mich das auch zunehmend, diese Firma hat mich mal auf den Trip mit 0mm Sprengung gebracht. Sowas führen die überhaupt nicht mehr. Echt schade.
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Da gibt es nur noch den BARE-XF 210 V2.
  
Stimmt. Hab ich getestet und für nicht gut zum Laufen empfunden. Irgendwie sehr hartes ungeschmeidiges Obermaterial. Auch schade :-(

  zuletzt bearbeitet: Tue, 03 Apr 2018 10:25:47 +0200  
Ich glaube ich bin reif für mehr minimal. Bisher hab ich längere Läufe in Fivefingers vermieden, bin stattdessen auf leichte Wettkampfschuhe wie zb. die MV3 Newtons ausgewichen, fühlte mich noch nicht soweit.
Den heutigen 35km Lauf in V-Runs allerdings hab ich nicht nur durchgezogen, sondern sogar sehr entspannt in einer angenehmen Zeit (2:45h) durchgezogen. Trotz Platzregen unterwegs, trotz kurzem Verlaufen ("Lost in Lichtenbroich"), trotz der gesamt 100km in den 7 Tagen zuvor. Wenn es also endlich mit 35km funktioniert, dann wohl auch locker für 42 (oder mehr).
Meine Waden sind still, auch der Rest muckt nicht auf, das hatte ich wahrlich schon anders. Ich werde das mal im Auge behalten und die nächsten Tage nochmal eine etwas längere Strecke durchlaufen.
Ein Plan ist ein Plan ;-)
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Lieber Oliver,
wow, kann ich da nur sagen. 35 km in solcher Pace - was hast Du zum Frühstück?! ;-) Ichwünsche Dir schon jetzt viel Glück für Düsseldorf! Und ein gutes Händchen bei der Wahl der Schuhe für diesen Lauf.
Liebe Grüße
Elke
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Lieber Manfred, die Erholung ist das A und O, dann hat es der Kopf auch leichter, das hab ich zumindest schon gelernt :-) Zwei langsame +30er mach ich noch und dann kommt eben das raus wofür es reicht. Auf jeden Fall freue ich mich auf das Ding! Danke und liebe Grüße, Oliver
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Liebe Elke, eiiiigentlich war das ja zu schnell, hat aber einfach Spaß gemacht und am Ende wollte ich aus dem Regen raus.  Ganz ehrlich, ich war selbst erstaunt, aber bin jetzt so richtig guter Dinge.  Mal schauen was an die Füße kommt ... Danke Dir und euch viel Erfolg in Salzburg!

  


Breaking2 | Documentary Special
vonNational GeographicamYouTube

"In life, the idea is to be happy. So, I believe in calm, simple and low-profile life.
You live simple, you train hard and live an honest life.
Then you are free."
Eliud Kipchoge

  
Am Karfreitag stand mal wieder eine seit langem überfällige Entdeckertour Richtung Neandertal an, die Strecke bin ich letztes mal irgendwann im Herbst gelaufen. Auch wenn es nur ca. 25km sind, die permanente Steigung zeigt einem schnell wo der Hammer hängt, also immer schön ruhig und langsam starten.
Mittags habe ich mich nach anfänglichem Stadtlauf bis Gerresheim relativ zügig in Richtung Neandersteig Teilstück aufgemacht, um schnell von der Strasse zu kommen. Eine tolle Laufstrecke mit streckenweise fiesen Herausforderungen, wunderbar beim Pulsmesser nachzulesen.
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Mir sind ziemlich wenig Läufer begegnet, dafür umso mehr Mountainbiker die in Rudeln die Strecke unsicher machten. Aber durchaus rücksichtsvoll, Beschwerden waren nicht nötig. Ich war diesmal in VFF Run unterwegs, hatte einfach Lust so minimal wie möglich zu laufen. Die VFF Trail hatte ich zuhause schon angezogen , aber mich dann aber umentschieden. War gut so, die Wald- und Feldwege sind nicht zu schroff, meine Füße hatten Spaß.
Diesmal wollte ich endlich im Neandertal Wildgehege die Wisente zu sehen. Ich bin da schon so oft vorbei gelaufen, die Viecher hatte sich immer versteckt. Und immer nur die klugen Schilder ansehen macht nur noch neugieriger.
Diesmal hat es geklappt, von weitem konnte ich eine Ansammlung von Spaziergängern ausmachen, dahinter einen braunen Fellberg, also fix abgebogen und Urviecher anschauen :-)
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Zwei Wisente haben sich den Fotografen gestellt, von den Wildpferden und Auerochsen leider keine Spur, die sind dann eben irgendwann anders mal dran. Ich mag Rinder, hab einen Draht zu den Tieren; das war dann aber wohl ein komisches Bild für die anderen Besucher: ein Wisent das sich neugierig von einen verschwitzten, tätowierten Fivefinger-Läufer kraulen lässt. Was solls, ich war glücklich und hab mich bald wieder auf den Weg gemacht um nicht auzukühlen.
Auf der weiteren Strecke hab ich noch ein paar Schlenker eingebaut, Zeit lassen war angesagt, auf keinen Fall unter zwei Stunden laufen. Ein Abstecher zur Hochdahler-Neanderkirche kam dazu (fand die aber nicht so spektakulär) und dann wieder ab auf den Neandersteig, die Entdeckerschleife in Richtung Gruiten bis zum Ziel durchziehen.
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Am Ende waren es 25,5km, mit 380HM in 2:05 Stunden, Plan aufgegangen, Kaffee und Kuchen standen bereit und ein schöner Nachmittag nahm seinen Lauf.
Im Laufe des Tages wurde mir einmal mehr klar, wie gut es mir geht. Welch ein Luxus, gesund und zufrieden solche Strecken in schöner Landschaft laufen zu können. Das ist wirklich alles andere als selbstverständlich.
  
Lieber Manfred, du gehörst ja zu den ausdauernden Langstrecklern, da kann ich mir noch mehrere Scheiben von abschneiden. Den Rennsteig machst Du doch mit links, da bin ich mir sicher ;-)
Ganz richtig, wichtig ist zu wissen dass es uns gut geht und das schätzen zu lernen.
Schöne Ostertage und liebe Grüße, Oliver
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Lieber Oliver,
beeindruckend finde ich diese Fellriesen ebenfalls und Du konntest wirklich einen kraulen? Erstaunlich wie zutraulich diese wilden Tiere in menschlicher Umgebung geworden sind.
Scheint ja eine wirklich ganz nette Strecke gewesen zu sein, aber wohl doch etwas viel Publikum, wenn ich Deine Zeilen richtig interpretiere.
Die V-Run machen sich auf technisch wenig anspruchsvollen und trockenen Trails ganz gut, hatte sie auch schon öfters an den Füßen im Wald...dafür sind sie eine Katastrophe wenn es nass ist auf der Erde

Salut
  
Lieber Christian, die Wisente stehen in einem riesigen Wildgehege und können selbst entscheiden ob es sich lohnt mal am Weg vorbeizuschauen, ich hatte also Glück. So richtig zutraulich sind die auch nicht, ist eher eine gesunde Ignoranz den Menschen gegenüber. Aber ich altes Landei kenne mich ganz gut aus mit den Tierchen, das "Kraulsignal" wurde verstanden :-)
Stimmt, die Erfahrung mit nassem Untergrund und den V-Run hatte ich auch schon gemacht, das wird teilweise heftig rutschig. Aber die Dinger sind halt für die Strasse gemacht, muss man (ich) ja nicht mutwillig ignorieren.

  
Feierabend. Schnell nach Hause, rein in die leichten Laufklamotten, Fivefingers an und dann will ich einfach nur laufen. Die letzten zwei Tage waren verregnet und kalt (anderswo hat es sogar geschneit!), trotzdem hab ich meine Runden gedreht. Einfach raus und abschalten, so geht das.
Und heute dann wieder schlagartig Frühlingswetter, also raus und geniessen. Das ist irgendwie immer wieder wie eine Belohnung.
Schnell rennen, langsam traben, den Kopf frei bekommen, die Strecke kommt irgendwie automatisch zustande, ich denke da nicht mehr drüber nach. Alles reduziert sich auf Atmung und Laufrhythmus. Einfach nur laufen.
Hab ich eigentlich schon mal erwähnt wie sehr ich das mag? :-)
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Die Essenz des Laufens. Schön hast du das beschrieben, auch mit schönen Bildern!

Liebe Grüße
Wolfgang

PS: sehen wir uns in Düsseldorf Ende April?
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Lieber Volker, wusst ichs doch, wurde also Zeit mal drauf hin zu weisen ;-) Der Tag war ja wirklich ausgesprochen schön, ich denke mal Du warst tatsächlich noch unterwegs (ich ebenfalls), wäre zu schade die freie Zeit nicht zu nutzen. Mit der GoPro ist es ziemlich leicht solche Bilder hinzubekommen, danke! Liebe Grüße, Oliver
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Lieber Wolfgang, die Essenz auf jeden Fall für Typen wie uns, aber genau so geht es mir halt. Danke Dir. Hab Dich in der Starterliste entdeckt, will ich doch schwer hoffen dass wie uns sehen! Zumindest am Start, danach rennst Du mir wahrscheinlich davon :-) Ich freu mich drauf!!!

  
Die Sonne lacht, das Thermometer zeigt 12°C, Motivation leicht gemacht einen kleinen längeren Lauf zu starten. Und das obwohl ich gestern Abend bereits schnelle 20km absolviert hatte, die noch etwas in den Waden festhingen. Aber solche Kleinigkeiten kann man ja wieder lockerlaufen.
Statt Wald hatte ich bock auf die 25km Rheinrunde über Meerbusch und hab mal meine neue (gebrauchte) Gopro zum Testen mitgenommen.
Die Strecke bin ich ja schon zig mal abgelaufen, die letzten male allerdings recht zügig, weil dunkel und kalt. Diesmal wollte ich wirklich langsamer laufen und das Frühlingswetter geniessen, hat zumindest zeitweise geklappt.
Nach 12km war die Messeautobahn-Brücke erreicht und bin fix drüber, die Autos nerven etwas.
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Trotz des schönen Wetters waren anfangs erstaunlich wenig Leute unterwegs, gut für mich und meinen Ruhebedarf. Richtung Meerbusch gehts ins Grüne, einfach quer über die Feldwege, da hab ich keinen festen Weg, sondern laufe immer nach Lust und Laune irgendwelche Schleifen, um dann irgendwann wieder in Richtung Rhein zu kommen.
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Aus den Felder von Meerbusch also zurück zum Rhein, damit sind die ersten 18km bereits erledigt.
Langsam wurde ich allerdings echt durstig, Wasser hatte ich nicht mit, aber vorsichtshalber ein paar Salzcaps. Ein freundlicher Radfahrer war so nett mir etwas Apfelschorle zum Runterspülen zu überlassen, aus dem Rhein trinken wollte ich nun echt nicht. Merke: über 12°C bei längeren Läufen wieder ein paar Schluck Wasser mitnehmen.
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Richtung Stadt beim Löricker Bad wurde es dann erwartungsgemäß wieder voller, viele Radfahrer, Läufer und Inliner, alle entspannt und mit guter Laune, schön zu sehen. Ich hab mich trotzdem beeilt auf die Theodor-Heuss-Brücke zu kommen und damit wieder in Richtung "meiner Rheinseite" zu laufen. Und großes Erstaunen, die sonst bei schönem Wetter immer pickepacke vollen Rheinwiesen waren recht leer.
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Sehr ungewöhnlich aber kann mir ja egal sein.
Die letzten paar Kilometer bin ich dann gemütlich barfuss getrabt und war nach 25,5km und 2:02 Stunden wieder zu Hause. Mit einem Riesenhunger und Durst wie ein Kamel nach drei Wochen Wüstendurchquerung! Zum Glück hat eine gute Ladung Eifeler Streusselfladen auf mich gewartet, genau richtig :-)
War mal wieder ein schöner Lauf durch die Düsseldorfer Pampa.
  
Lieber Manfred, ob dünn oder schlank oder dürre, ich hab schon alles gehört, aber ist nunmal so. War ich auch vor der Lauferei schon und dabei bin ich ein echt guter Esser :-)
Auch gestern abend (wieder Traumwetter!) war es superleer am Rhein, Erklärung: alle in den Osterferien, da hab ich bisher überhaupt nicht dran gedacht.
Mit einem Kracher wie Arne Gabius wage ich meine Art zu laufen nichtmal im Ansatz zu vergleichen... Nee, ich meinte tatsächlich die +30km Läufe in moderatem Tempo, da mache ich einfach zu wenig. Statt dessen zu viele schnellere 25km Sachen. Das passiert halt wenn man nach Lust und Laune läuft ... mal schauen wie es sich im Laufe des Jahres entwickelt. (...psst, Monschau Ultra ist dieses Jahr wieder dran...)
Danke dir und liebe Grüße, Oliver
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Ich hatte mal einen Kollegen, der vor Durst beim Laufen aus dem Baldeneysee getrunken. Der bekam dann die Ruhr von der Ruhr ;-)
  
Haha! :-) Tja, sowas wollte ich nicht haben. Aber vielleicht geh ich nächstes mal einfach bis zu den Knien in den Rhein rein um mich abzukühlen ;-)

  
Märzwinter heißt das was uns grade heimsucht. Vor wenigen Tagen noch Temperaturen um 12°C und seit heute wieder im Minusbereich mit strengem Wind dazu. Und sogar etwas Schnee. Im Rheinland hatten wir bisher einen(!) Tag Schnee diesen "Winter", auf diesen Quatsch hier hätte jetzt jeder gerne verzichtet.
Aber ist eben Wetter, nehmen wir es also wie es kommt. In meinem Fall heißt das mal wieder durch den Wald zu toben, war eine Weile nicht da.
In der Hoffnung auf spektakuläre Schneebilder war sogar mal mein Smartphone dabei, aber besonders Spektakuläres gab es leider nicht zu fotografieren, nur viel Schneematsch-Gemisch auf allen Wegen.
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Aber es war mal eine gute Gelegenheit eine der vielen Wasserstellen abzulichten, ich find die ja super, brauche auch an heißen Sommertagen bei den Waldläufen nie Wasserflaschen mitnehmen. Sogar im Winter gibt es durchgehend kühle Getränke:
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Meine Strecke war die übliche 22km Schleife durch Aaper und Grafenberger Wald, mit ca. 370HM, viel auf und ab also dabei. Macht eigentlich bei jedem Wetter echt Spaß, ist sehr abwechslungsreich und teilweise richtig fordernd. Ein toller Ausgleich zu den flachen schnellen Rheinstrecken bei denen ich mich nur schwer bremsen kann. Hier muss ich das Tempo rausnehmen, kann auch einfach mal "bummeln" und wirklich gemütlich auf Ausdauer laufen.

Morgens war ich noch kurz in der Stadt und hab mir ein Paar neue Vivobarfoot gekauft (wir haben hier einen Vivobarefootshop!), die dann ein paar Stunden später gleich zum Einsatz kamen.
Und ich bin ganz ehrlich: ich hab die nur wegen der grell-orangen Sohle gekauft! Die haben mich einfach angelacht :-) Das wirklich tolle ist allerdings: die sind super!
Es ist der Primus Trail als ÖTILLÖ Swimrun Edition, passt wie Lack, ist sehr angenehm zu laufen und hat heute bei den widrigen Umständen im Wald einen äusserst guten Job gemacht. Aber es waren ja bisher nur ein paar Kilometer, werde beizeiten nochmal berichten wenn er ein paar hundert Kilometer runter hat.
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Lieber Manfred, die letzten Tage ziehen wir auch noch durch, danach wird es schon wärmer werden. Ich hatte mich halt schon wieder an Shorts gewöhnt und jetzt müssen echt nochmal die lange Winter-Tights ran.
Man glaubts ja kaum dass Düsseldorf durchaus sowas zu bieten hat, immerhin konnte ich mich in den Hügeln letztes Jahr sogar ziemlich gut für Monschau vorbereiten, das hatte ich selbst nicht so vermutet :-)
Kurier dich noch vernünftig aus und liebe Grüße, Oliver
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Das ist ja mein Mittagspausen-Laufrevier! Du trinkst wirklich das Wasser aus diesen Brunnen? Das habe ich mich bisher nicht getraut.
Den Vivabarefoot-Shop muss ich wohl auch mal aufsuchen. Danke für den Tipp!
  
Ich sags ja, mich wundert echt dass wir uns noch nie begegnet sind :-)
Na ok, ich trinke nicht aus den Brunnen (beizeiten grenzwertig, wegen Hunde- und Pferdetränke), sondern aus dem "Wasserhahn", das ist sauberes kühles Trinkwasser, keine Gefahr.
Der Shop ist in der Altstadt, Kapuzinergasse, sehr klein, aber alles da. Viel Spaß :-)

  
Wer in diesen Tagen bei klarer Luft und wolkenfreiem Himmel kurz nach Sonnenuntergang in Richtung Westen schaut, dem bietet sich möglicherweise ein wunderschöner Anblick: die helle Venus und der flüchtige Merkur dicht beieinander. Gegen Monatsmitte, am 18., wird Merkur in der beginnenden Dunkelheit am besten sichtbar sein, sofern das Wetter mitspielt.
Kurz und knackig nachzulesen beim DLF.
Wohl also dem Läufer der seine Runden in die Dämmerung hineinläuft, genau zur besten Zeit den Rheindeich "erklimmt" und mit einer fulminanten Farbenpracht samt Planetensichtung belohnt wird:
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Auf diesem murksigen Smartphonebild (ja, ich hab das Teil heute mal bewusst mitgenommen) ist leider ausser viel bunt nichts weiter zu erkennen, mit bloßem Auge konnte ich allerdings zumindest die Venus klar und schön sehen. Mein Stellarium erklärt mir, dass Merkur dicht dabei stand, aber noch war es einfach zu hell, ich hab ihn nicht entdecken können:
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Die nächsten Tage wird also einfach immer wieder in die Dämmerung hinein gelaufen, diesen schönen Anblick gibts nicht alle Tage und für mich als passionierten Sternenfreund ist das natürlich ein wahres Fest. Im doppelten Sinne. Es gibt ein tolles Himmelsschauspiel und ich kann das Ganze während meiner Lauferei beobachten. Und dazu noch ein guter Grund die Strecken mal wieder nach Laune zu verlängern um den besten Anblick abzupassen.
Es soll ja Menschen geben, die behaupten Laufen wäre langweilig. Ich kenne das nicht. Und aufmerksam laufen macht doppelt Spaß.
  
Moin Volker, Lauf-Langeweile hätte ich bei dir als rasenden Fotoreporter auch absolut nicht erwartet. Das All, die Sterne und Planeten, das interessiert mich schon ewig, da kann man immer nur wieder staunen und (wie du ja auch sagst) ein klein wenig demütig hier auf der Erde werden. Und man braucht nichtmal ein Fernrohr dazu, solche schönen Konstellationen wie Merkur/Venus find ich schon superklasse und hochinteressant :-)
Liebe Grüße, Oliver
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Lieber Oliver,
das sind ja sehr interessante Dinge, die Du uns hier wissen lässt. Ich werde auf alle Fälle die nächsten Tage auch aufmerksam nach Westen schauen! Möge uns Petrus hold sein, indem er sparsam mit Wolken ist.
Liebe Grüße
Elke
  
Liebe Elke, vor allem ist es ein wirklich schöner Anblick. Der Blick nach Sonnenuntergang in den Westen lohnt sich jetzt jeden Tag mehr, ab dem 17./18. wird es dann wieder schlechter mit der Sichtbarkeit, Merkur wird "dunkler" und kommt der Sonne zu nah. Hoffentlich ist das Wetter nicht so unstet ... aber innerhalb der nächsten 7 Tage wird es doch hoffentlich ein paar schöne wolkenfreie Dämmerungen geben :-) Liebe Grüße, Oliver

  
Die letzten zehn Tage wurden zur halben Ewigkeit, es gab Gründe einfach mal nicht zu laufen, geplant allerdings. Zum einen war es ein großflächiger Tätowiertermin auf der rechten Wade (danach sollte man besser mindestens fünf Tage aussetzen), gefolgt von unserer Hausmesse mit sehr langen und intensiven Arbeitstagen, mit absolut keiner Zeit für "privates Rahmenprogramm".
Und wenn ich endlich zu Hause war, dann nichts wie raus aus diesen verdammten "Business-Schuhen" und Füße hochlegen. Stehen kann anstrengender sein als Laufen. Zudem mit suboptimalem Schuhwerk, da hält sich der Spaß für die Füße in Grenzen. Anschließend noch einen Tag Laufpause, ich war nach Feierabend einfach zu k.o., offline, keine Lust zu nix mehr.
Aber heute! Endlich! Feierabend, raus bei angenehmer Kälte, -5°C, nichts mit Zurückhalten, einfach lospreschen, von Dämmerung in die Dunkelheit, Lampe vergessen, egal, einfach wieder freilaufen. Wie wohltuend! Und schon bin ich wieder ausgeglichen und zufrieden, als wäre nichts gewesen.
Diese zehn Tage ohne Laufen kamen mir diesmal extrem lang vor, hab mir sogar etwas Sorgen um meine Kondition gemacht (unbegründet), aber zum Glück war es eine gut geplante Ausszeit und in nächster Zeit kommt erstmal nichts ähnliches dazwischen.
Noch was Gutes: mich hat in dieser Zeit keine Grippe oder Erkältung erwischt, obwohl gefühlt jede/r Zweite grade davon betroffen ist. Und das trotz Versammlungen, trotz Menschenmassen, trotz unendlich viel Händeschütteln. Irgendwas mache ich wohl richtig :-)
Ab jetzt werden die Strecken wieder länger, der nächste Marathon kommt bestimmt ... ich kann's kaum erwarten!
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Lieber Manfred, da beneide ich dich auch echt drum! Im Arbeitsalltag komm ich ja klar, aber es gibt so ein paar Termin im Jahr, da wird es piefig und die Etikette muss eingehalten werden, das nervt. Rekorde peile ich nicht an, höchtens eigene :-) Aber die Pause hatte ich wahrscheinlich gestern nach den 18km eh schon wieder drin ;-) Marathon in Düsseldorf, vor der Haustür. Letztes Jahr ist nicht so doll gelaufen, ich hab da noch eine Rechnung offen! Liebe Grüße, Oliver
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Lieber Oliver, 10 Tage ohne Laufen, das ist wahrlich hart, das kann ich sehr gut nachempfinden, aber wehe, wenn sie losgelassen - und so schön war es dann auch bei dir.

Muss schon wieder zitieren: "  einfach wieder freilaufen. Wie wohltuend! Und schon bin ich wieder ausgeglichen und zufrieden, als wäre nichts gewesen. " Das ist Balsam für meine Seele, wie gut, dass es auch andere zu empfinden !

Nach dem Echo, das du hier erhälst bezüglich des neuen Gesamtwerkes auf deinem Body, sehr groß ist, musst du auch dann irgendwann beweisen, dass man es dir gestochen hat. Tut das eigentlich weh ?

Anscheinend hast du alles richtig gemacht - reich mir die Hand !  :cool:
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Liebe Margitta, immer wieder erstaunlich wie gut es Körper und Seele tut nach einer Pause wieder laufend unterwegs zu sein. Bei Wind und Wetter, egal, selbst wenn es mal schwerfallen sollte, nach ein paar Minuten ist der Spaß wieder da, es lohnt sich immer. Ich werde beizeiten mal was zu der Tätowiererei schreiben, das Gesamtkunstwerk ist an Armen, Rücken und Brust fertig, jetzt sind wir beim rechten Bein, da sind zwar schon alle Linien drin und einige Motive fertig, aber es fehlt noch sehr viel Farbe.  Tätowieren tut üüüberhaupt nicht weh! ;-) Doch, klar schmerzt das, aber man kann sich drauf einstellen. Ist auch stark abhängig von der Tagesform und an welcher Stelle grade gestochen wird. Gehört einfach dazu, auch dabei lernt man übrigens Durchhaltevermögen.

  
Wer verreist, der erlebt was. Manchmal sind Reisen aber so aussergewöhnlich, dass es im Nachhinein schwer fällt zu sortieren was so alles passiert ist. Unendlich viele nachwirkende Eindrücke, tolle neue Bekanntschaften, ein völlig anderes Lebensgefühl und veränderte Wahrnehmung über "Normalität".
Dies ist ein Laufblog, kein Reiseblog, also grenze ich den Umfang mal gehörig ein.
Uns hatte es zwei Wochen nach Sansibar verschlagen, eine relativ spontane Entscheidung im Dezember, ohne zu beachten was alles notwendig ist um auf die Gewürzinsel einzureisen. Reisepass erneuern, diverse Impfungen abgeholt, das notwendige Visum sollte am Flughafen schnell und unbürokratisch zu erhalten sein. Alles auf den letzten Drücker, aber alles hat geklappt.
Der Flug ging über Amsterdam nach Nairobi und weiter nach Sansibar. Erster Stopp nach der völlig abstrusen Einreise- und Visumprozedur war ein gutes Hotel in Stonetown, der Altstadt in der Hauptstadt. Erstmal ankommen, den langen Nachtflug wegstecken, ordentlich essen, ein wenig durch die geschäftigen Gassen schlurfen und auf dem Balkon des schönen Zimmers rumhängen.
Am nächsten Tag ging es weiter auf die andere Seite der Insel, nach Michamvi Kae, einem kleinen Kaff an der Westküste.
Über Freunde hatten wir vorab einen Taxi-Kontakt erhalten, der uns zuverlässig abholte und durch den völlig durchgeknallten Verkehr transportierte. Eine gute Entscheidung, der Linksverkehr, extreme Geschäftigkeit auf und neben den Strassen, sowie viel zu viele Eindrücke hätten mich als Fahrer wahrscheinlich nicht vorankommen lassen.
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Unser Hotel im ruhigen und abgelegen Michamvi Kae stellte sich als unfassbar sympathisch heraus, die neuen Besitzer waren ständig dabei den etwas runtergewirtschafteten Laden umfassend zu reparieren und einen neuen Stil reinzubringen. Acht Appartement-Hütten, alle mit Meerblick, Wohlfühlen vom ersten Moment ohne den üblichen Hotelblödsinn. Wlan gab es nur in der Umgebung der Hotelbar, auch nur sofern Strom vorhanden war. Stromausfälle sind keine Seltenheit auf Sansibar, ausserdem geht nichts besonders schnell, alles ist „pole pole“ (immer mit der Ruhe) und „Hakuna Matata“ (kein Problem), Reparaturen dauern also, Warten ist hier normaler Zeitvertreib. Als Urlauber sollte man sich also am besten ganz schnell anpassen, dann ist auch alles Hakuna Matata :-)
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Und wie ist denn nun das Laufen bei tropischer Hitze? Tagsüber liegen die Temperaturen immer so bei 34 Grad. Da hilft nur eins, sich ganz einfach den Gepflogenheiten anpassen: pole pole. Langsam laufen.
Mein übliches Tempo und meine gewohnten Distanzen hatte ich bereits am ersten Tag in Stonetown abgehakt. Geplant war eh möglichst viel entspanntes Barfußlaufen und keine Kilometerballerei. Unser knallweisser Strand lag zwischen zwei Mangrovenwäldchen und war etwa 5km lang, ich musste immer ein paar mal hin und her laufen um einige Kilometer vollzubekommen, manchmal sind mir andere (stets grüssende) Läufer begegnet, oder der halbwilde Strandhund hat mich begleitet. Ruhe pur. Barfuß durchs flache tropischwarme Wasser zu laufen hat einen ganz eigenen Reiz.
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Da die Flut allerdings sehr hoch kam (Vollmond = Springflut), war es nach vier Tagen kaum möglich die morgendlichen „milderen Temperaturen“ um 27 Grad am Strand auszunutzen. Also doch wieder ab auf die Straße. Das fand ich zuerst nicht toll, stellte sich aber als Gewinn heraus.
Im Gepäck hatte ich nur die roten Newtons, die auch bitter nötig waren um nicht barfuß auf echt heissem Untergrund laufen zu müssen.
Anfangs noch unsicher wie ein tätowierter laufender Weisser (Muzungu) mit knallroten Schuhen so bei den Menschen ankommt, war ich schnell glücklich auf meinen kleinen Runden. Mir ist es absolut zuwider als vorlauter Tourist aufzutreten, diese Menschen leben nicht hinter dem Mond, sondern versuchen wie jeder andere auch jeden Tag ihren Lebensunterhalt zu verdienen. Nur eben anders als wir es gewohnt sind, damit gilt es klarzukommen. Als Besucher finde ich es daher superspannend mich auf die neuen Situationen einfach einzulassen und respektvoll sowie ohne Vorurteile Begegnungen zuzulassen.
Mit Lächeln und einem freundlichen „Jambo“ (Hallo) wich schnell jede Skepsis auf beiden Seiten. Die Sansibari sind grundsätzlich sehr freundlich und machen es Fremden wirklich sehr einfach mit ihrer ruhigen, stolzen Mentalität. Trotzdem galt zu beachten, dass man sich ausserhalb der Hotelanlagen den lokalen muslimischen Gegebenheiten anpasst, also Schultern und Knie bedecken, das gilt auch für Männer, kein Problem mit Tshirt und längerer Trailhose. Bereits am zweiten "Strassentag" wussten die Frühaufsteher und Schulkinder die zur nahen Schule strömten wer ich bin, ein gutes Gefühl.
Die roten Schuhe sahen übrigens nach einigen Kilometern auch nicht mehr rot aus, sondern grausonstwas, viel Staub und Sand fordern ihren Tribut.
Meine längste Distanz waren schäbige 15km, meine kürzeste sogar nur 6km (zu spät aus dem Bett gekommen). Manchmal bin ich morgens 10km Strasse und abends nochmal 4-5km Strand gelaufen. Zwischendurch natürlich viel schwimmen und noch viel mehr entspannen. Laufen hatte mal keine Priorität, sondern war eine schöne Ergänzung zu einem entspannten Urlaub.
Durch unser etwas unkoventionelles Hotel sind tolle Kontakte zustande gekommen und wir hatten die Möglichkeit Sansibar etwas anders kennenzulernen, könnte sehr gut sein dass es uns wieder auf diese leicht aus der Zeit gefallenen Insel verschlägt. Ich bin neugierig geworden und würde gerne noch viel mehr von der Insel kennenlernen.
Asante sana, Zanzibar. Tutakutana tena.
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Moin Volker, dank der Stromausfälle musste ich mich einfach mal aus der umtriebigen Onlinewelt ein wenig zurückziehen. War ja schon froh ab und zu Mails holen zu können ;-) Aber es gab ja eh genug zu sehen und zu erleben. Schade dass du nicht gerne fliegst, ich finde es einfach immer wieder toll mich aus meinen Gewohnheiten zu lösen und auf das Lebensgefühl anderer Länder einzulassen. Besonders wenn man sich nicht nur in der Komfortzone Hotel aufhält, sondern auch mal mehr mitbekommt. Die Minderkilometer kann ich gut wegstecken, und mal pole pole zu laufen hat auch nicht geschadet :-)
Danke und liebe Grüße, Oliver
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Servus Oliver,

sehr schöner Reisebericht, der einen selbst beim Lesen ein bisschen mit entspannt. Auf warmen weißen Sand und Palmen hätte ich jetzt auch Lust, wenngleich ich eigentlich kein Fernreisender bin :-)

Beste Grüße
Sebastian
  
Hey Sebastian! Schön wieder von dir zu hören! Ab und zu müssen Fernreisen mit Palme einfach sein, auch um dem Kopf mal anderes Futter zu geben. Bin ja auch nicht grade jedes Jahr in der Ferne, aber dieses Jahr hat es doppelt gut getan.
Liebe Grüße, Oliver

  zuletzt bearbeitet: Thu, 04 Jan 2018 22:36:30 +0100  
Wer kennt das nicht, irgendwann kommt bei jedem Läufer mal so ein Tag an dem es anscheinend wirklich schwer wird abends noch zumindest die übliche Runde zu drehen. Nerviger Arbeitstag, zu lang dazu, keine echte Pause gemacht, strömender Regen den ganzen Tag, wieder aufkommender Sturm. Dann endlich nach Hause kommen und eine sehr laute Stimme im Kopf sagt: Abendessen und ab aufs Sofa!
Kommt echt selten vor bei mir, aber heute war mal so ein Tag. Ziemlich laute Stimme sogar. Aber irgendwie hatte ich fast ohne es zu bemerken bereits meine kurze Laufhose an (12°C heute bei uns) und sammelte die anderen Klamotten zusammen, kurzer Blick nach draussen: der Regen hörte grade auf, also keine Regenjacke nötig, während die eben noch laute Stimme langsam leiser wird, bin ich fertig zum Laufen angezogen, wähle statt Fivefingers heute seit langer Zeit mal wieder die roten Newton-Raketenschuhe (keine Ahnung wieso), gehe vor die Tür, knipse die GPS-Uhr an und los gehts.
Elender erster Kilometer. Danach rollt es langsam, Gedanken sortieren sich, ich komm in meinen Rhythmus. Und da ist er plötzlich, der Laufspaß, zack, einfach so. Hat nichtmal 2 Kilometer gedauert. Ich bemerke dass ich grinse, der Wind pustet mir um die Ohren, es läuft sich erstaunlich leicht. Dann eben ein paar Kilometer mehr als "geplant" (es war eh nix geplant), eine Extrarunde über den Messeparkplatz, dann rauf aufs Rheinufer und damit voll rein in den Sturm. Der kommt zu meiner Überraschung schräg von hinten statt von vorne wie die letzten Tage, also Vollgas mit dem Wind. Ein Riesenspaß! Nach den ersten eher moderaten Kilometern, fliege ich den Rest der Strecke einfach so dahin, mache noch einen Schlenker durch die Altstadt (da lauf ich sonst nie) und dann nach Hause. Statt unzufrieden und k.o. auf dem Sofa rumzuhängen also ein rundum gelungener Lauf über immerhin 20km.
Was sagt uns das? Nicht zögern, nicht zaudern, nicht nachdenken, einfach Klamotten an und raus. Ist ja auch wirklich nichts neues, aber je öfter das reibungslos klappt, desto einfacher wirds beim nächsten mal. Falls mal wieder einer dieser Tage droht ...
Einfach immer weiter laufen.
  
Liebe Margitta, ... und irgendwann zögert auch der Geist nicht mehr, das wird so sein. Hat für mich was zum ähnlichen Thema "gibst du einmal auf, dann gibst du immer auf". Lehrreich und ist hängengeblieben :-)
Da bleib ich auf jeden Fall dran!
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Lieber Oliver,

für einen Nichtläufer scheint das Wetter gerade der schlimmste Feind zu sein, zumindest bei uns in der Gegend, wo es (gefühlt) seit Tagen regnet und ganz sicher nie wieder aufhören wird.
Ein Läufer aber geht raus, weil er einfach laufen muss und stellt dann fest, dass es wirklich Schlimmeres gibt als das Wetter. Im Gegenteil: merkt man erst mal, dass man nicht nasser als nass werden kann (im Sommer im Meer macht man sowas ja freiwillig), dann fängt der Spaß sogar richtig an. Alles nur eine Folge der eigenen Weltsicht.
Nun ja, schön gesagt, aber wenn dann das Wetter tatsächlich mal gut ist, muss man doch zugeben, dass das Laufen dann noch mehr Spaß macht, oder?  :-)

Liebe Grüße und ein gutes 2018!
Wolfgang
  
Lieber Wolfgang, schön wieder von dir zu lesen! Eine Folge der eigenen Weltsicht, das trifft es sehr genau. Und der Mitteleuropäer und das Wetter, das ist eh ein Kapitel für sich...
Beim Laufen ist es eigentlich nur der Moment des Startens, des Rausgehen. Bei schönem Wetter immer einfach, bei Regen und Dreckswetter bei vielen eher schwer. Mir ist das nass werden tatsächlich ziemlich egal, erstens gibt es gute Regensachen, zweitens schwitze ich eh stark, ob von innen oder von aussen nass ist dann auch egal :-) Einzig die Füsse wollen etwas umsorgt und vorbereitet werden, bei viel Nässe kann es ja dann doch mal zu "Schubber-Stellen" kommen. Aber sowas hat mann/frau ja schnell raus.
Die ein tolles und zufriedenes 2018 und liebe Grüße aus dem Rheinland, Oliver

  
Am heutigen Silvestertag konnte ich noch einen frühlingshaften 17km Lauf am Rhein durchziehen, bei 12°C und starkem Wind, und damit die 3.100km voll machen.
Das war dann mein Laufjahr 2017.
Viele Kilometer geschafft, fast einen Marathon vergeigt, meinen ersten kleinen Ultramarathon durch die Eifel gelaufen, HM Bestzeit verbessert, nur noch in Minimalschuhen unterwegs, motivierter denn je, ich bin gespannt was mir das nächste Jahr so bringt :-)
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Das Jahr neigt sich dem Ende, die Tage werden bereits gaaaaanz langsam wieder länger und vom Winter keine Spur hier im Rheinland. Bei durchschnittlich 7-10°C kann ich einfach weiterhin mein gewohntes Laufprogramm durchziehen, das verleitet unbemerkt zu einer erhöhten Anzahl schneller Läufe und läßt beizeiten leider die Abwechslung zu kurz kommen. Der für heute geplante entspannte Lauf bei Tageslicht durch den Wald war am Ende dann doch wieder eine viel zu schnelle Rennerei durch Matsch, grauem Gehölz und rutschigem Laub. Immerhin konnte ich mich überwinden an die ursprünglich geplante Distanz noch ein paar Kilometer dranzuhängen um an den fiesen Hügeln etwas ausgebremst zu werden.
Einerseits macht es unheimlich Laune recht schnell zu laufen, andererseits lasse ich die langen Ausdauerläufe grade ziemlich schleifen. Ist aber eigentlich auch nicht wirklich schlimm, das Jahr war pickepackevoll mit langen und längeren Läufen, ich bin rundum zufrieden, hatte richtig viel schöne Erlebnisse und sogar das Metro-Marathon Desaster ist längst verschmerzt.
Seit Anfang Oktober ziehe ich permanent ungefähr 3.100km aus den letzten 12 Monaten hinter mir her, im Moment sogar knapp drüber. Meine durchschnittliche Distanz konnte ich innerhalb eines Jahres um 28%(!) steigern (jetzt bei 19,38km), das sind Zahlen, die waren vor nichtmal zwei Jahren einfach nur unvorstellbar für mich.
Wieso klappt das plötzlich? Ganz einfach: ich laufe aus und mit Spaß, hab die diversen ausgefeilten Laufpläne weggeschmissen, pfeife auf detailliertes Lauf-ABC oder Intervalltraining, bereite mich stattdessen auf die paar offiziellen Läufe möglichst entspannt und locker vor. Im Kalender steht nur ab und zu sowas wie "langer Lauf" oder "sehr langer Lauf". Wenn das dann am Stichtag mal nicht klappt, dann schiebe ich eben auf einen anderen Tag, an dem es klappt. Alles vollkommen ohne Druck, davon hab ich im beruflichen Alltag schon genug. Laufen soll mich befreien und erden, ausgleichen und erfreuen. Wenn ich im Wettkampf eine tolle Zeit laufe, super, wenn nicht, dann ist das eben so.
Und mit dieser Einstellung werde ich einfach weiterlaufen und freue mich auf das was mich nächstes Jahr so erwartet. Ein paar Pläne sind bereits gemacht, auch durchaus herausfordernde, wie ich sie erfülle (oder eben auch nicht), werdet ihr dann erfahren. Und die eine oder andere spontane Entscheidung wird eh noch dazu kommen, ich freue mich darauf.

Habt alle schöne ruhige Tage, besonders auch "zwischen den Jahren", kommt gut ins Jahr 2018 und passt auf euch auf.
Gesundheit bleibt unser wichtigstes Gut.
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Das eine schließt ja nicht das andere aus...............auch das kommt mir sehr bekannt vor !  ;)
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Lieber Oliver,
das freut mich sehr für dich! :-)
60 km pro Woche hatte ich mal als Minimum einer "richtigen" Laufwoche definiert! :lol: Frag mich nicht warum, ich könnte es dir nicht mehr sagen! :oops:
Schön, wenn du dein Laufhobby genießen kannst und dich nicht "knechten" lässt!
(Ich habe mich auch in meiner "verrückten" Zeit nicht als Sklave gefühlt, weil es einfach auch damals schon unendlich Spaß gemacht hat!)
Wichtig ist einfach: "Laufen soll mich befreien und erden, ausgleichen und erfreuen."
Ich wünsche dir, dass es auch 2018 weiterhin so toll für dich läuft!
Bleib gesund und komm gut ins neue Jahr!
LG Manfred
  
Lieber Manfred, stimmt, im Schnitt wären es ca. 60km/Woche, tatsächlich war es aber schwer unterschiedlich, je nach Bewegungsdrang, es gab ein paar Wochen mit gut dem doppelten Pensum, und dann eben auch extrem runtergefahrene. Die durchschnittliche Distanz macht mich ehrlich gesagt besonders stolz :-)
Du hast weit mehr Erfahrung als ich, kann mir auch fast nicht vorstellen dass du ohne Spaß läufst, von daher waren die verrückten Zeiten mit Sicherheit gute Zeiten.
Vielen Dank! Und auch Dir weiterhin erfolgreiches und gesundes Weiterlaufen!

  
Wenn es in Düsseldorf tatsächlich mal so richtig schneit, dann muss ich unbedingt raus und eine Runde laufen! Heute Mittag schob sich der Himmel zu und nach den ersten zögerlichen Flocken kam dann echtes Winterwetter in Gang. Immer dichterer Schneefall, dazu ordentlich Wind, perfekt.
Also rein in die V-Trail, warme Klamotten an, wasserfeste Jacke drüber, Kapuze festgezurrt und los gings zur kleinen Rheinrunde (18km). Anfangs in meiner üblichen Geschwindigkeit und noch mit Rückenwind ging das überraschend flott, hatte ich nicht mit gerechnet. Die V-Trail machen einen sehr guten Job im Schnee und sogar auf schmierig glatten Stellen.
Nach 9km am Messeparkplatz angekommen dämmerte mir langsam: das wird gleich ganz übel mit dem Gegenwind der sich mittlerweile zum Sturm gemausert hatte. Noch konnte ich im Windschatten an den Hecken laufen, aber zwischendurch hat es schon ordentlich durch die Äste gepfiffen. Dann also rein in die Felder und ab auf den Rheindeich. Und ich war sowas von froh über meine wohl durchdachte Bekleidung. Anfangs fast zu warm, knallte mit der Wind mit eisigem Schnee jetzt frontal um die Ohren, ein Shirt weniger drunter und es wäre echt saukalt geworden. Die nächsten 5km waren meine langsamsten seit Monschau. Normalerweise ist genau dieser Abschnitt meine Rennstrecke, heute unmöglich. Dauerhafter Schneesturm genau von vorne, ohne Gnade. Einfach klasse!!! Ich hab einerseits viel geflucht und mich gleichzeitig riesig über das tolle Winterwetter gefreut. Zu meiner wirklich großen Überraschung waren recht viele Läufer unterwegs, alle mit knallrotem Gesicht (vom kalten Wind) und gleichzeitig seeligem Lächeln. Und jeder hat gegrüßt. Seltenheitswert.
Meine Füße bzw. Zehen wurden erstaunlicherweise erst nach etwa 15km kalt, der Schnee selbst war überhaupt nicht schlimm, aber später kam viel nasser Schneematsch dazu, das wird auf Dauer unangenehm wenn das kalte Wasser in die Schuhen drückt, aber es war ja nicht mehr weit bis zur heißen Dusche. Die letzten paar Kilometer gingen dann wieder fix mit fast Rückenwind und autoleeren Strassen, ich konnte einfach so die Ampeln ignorieren und ohne Stopp bis nach Hause durchrennen.
Es hat noch etwa bis 16 Uhr geschneit und seitdem taut es. Typisch Rheinland.
Wie üblich hatte ich keine Kamera mit, obwohl es sich diesmal echt gelohnt hätte, so ein Wetter gibts hier nicht jeden Winter.
Nach meiner Runde ist dann immerhin noch dieses Bild in der Nachbarschaft entstanden:
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Liebe Margitta, wie kann es anders sein, natürlich kamen mir öfter die Gedanken wie schnittig es dann an der See oder auch in den Bergen zugeht. Den ultimativen Tipp hätte ich beherzigt, mir war beim Loslaufen bloß überhaupt nicht bewusst dass der Wind so stark war. Und dann war es eben so, also einfach lächeln und durch :-) Jedes Wetter mitnehmen wie es kommt, das macht's doch aus, Winter ist nunmal kalt und Sommer heiß, ich geniesse diese Abwechslung sehr. Mit den Merrell Vapor Gloves war ich letzten Winter viel unterwegs, die sind bei Nässe und schmierigem Wetter tatsächlich viel griffiger als sie aussehen, aber im Schnee hat's nicht geklappt. Muss ja auch nicht, zumal du ja die guten Icebugs hast. Danke dir, mir gehts aber tatsächlich auch einfach gut beim Laufen :-)
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Lieber Oliver,
tja und ich habe gesessen und endlich einen riesigen Schwung Klausuren wegkorrigiert. War auch nötig, dadurch habe ich aber keinen Schnee abgekriegt! :-(
... und gestern abend war er schon wieder weg. Heute hatten wir dann schon +9 Grad und das noch am frühen Abend. -
Das Fluchen und sich freuen kann ich gut nachempfinden, die Freude aber überwiegt! Yeah, yeah, yeah!
Ich bin auch gespannt, wie es in diesem Winter weitergeht, weil wir schon 2 x ein bisschen Schnee hatten, aber jedes Mal war er sehr schnell wieder weg! :oops:
... und nicht in den Rhein pusten lassen! :lol:
LG Manfred
  
Lieber Manfred, da hätte ich nicht mit dir tauschen wollen! Klausuren statt Schneegestöber, Spaß ist anders. Aber der war ja eh wieder schnell weg, nächstes mal dann eben. Und wenn die Winter jetzt nur noch 3 Stunden dauern... kannst ja einfach hinterher die Klausuren machen ;-)
LG Oliver

  zuletzt bearbeitet: Wed, 06 Dec 2017 21:42:29 +0100  
Schon wieder November, schon wieder Martinslauf rund um den Unterbachersee. Mein dritter mittlerweile und dieses Jahr der Matschigste. Viel Regen die letzten Tage, rechtzeitig zum Start dann noch mehr Regen, das ganze bei knappen 5°C, da ist Spaß auf den Waldwegen vorprogrammiert.
Statt mich wie die letzten Jahre in den verläßlichen Stau Richtung Parkplatz "Südstrand" (direkt am Start) einzureihen, bin ich diesmal der klugen Empfehlung des Veranstalters gefolgt und hab stattdessen am "Nordstrand" geparkt. Das ist zwar etwa 2,3km vom Start entfernt, aber keine große Sache und ganz nett zum langsamen Warmlaufen.
Und diesmal wollte ich es wissen und bin erstmalig mit FiveFingers (V-Trail) in den Wettkampf gezogen. Auch wenn ich am Ende immer noch nicht die 1:30 knacken konnte, es war trotzdem die sehr richtige Entscheidung.
Der Martinslauf bietet ja bekanntlich ein Rahmenprogramm für die ganze Familie, neben dem HM und 10km Lauf natürlich auch die passenden Distanzen für Schüler und Kinder. Ich war erstaunt mit wieviel Spaß alle trotz des miesen Wetters dabei waren, besonders die Bambinis sind voller Freude durch die Pfützen gerannt.
Um 11:50 Uhr gings dann für uns mit dem Halbmarathon los, ich war diesmal weiter vorne im Startfeld und bin gleich abgezischt, schnell freilaufen, da waren die Gedrängel-Erinnerungen des letzten Jahrs noch sehr präsent. Nach nichtmal 2km war ich im Trott und freute mich mit jedem Schritt über die VFF. Pfützen? Egal. Matsch? Egal.
Dank einiger schneller Läufer in meinem Feld konnte ich ziemlich lange mit einer 4:10er Pace (mit)laufen, hatte sogar gehofft das Tempo vielleicht durchziehen zu können, aber nach 16km kommt eine etwa 2km lange Asphaltstrecke (Radweg), da musste ich dann etwas Geschwindigkeit rausnehmen, irgendwie bin ich da aus meinem Trott gekommen. Danach wieder rein in den Wald und ab Richtung Ziel über teilweise ziemlich ausgewaschenem Asphalt, ich bin einfach bei der 4:20er Pace geblieben um dann doch noch einen immerhin kleinen Zielsprint hinzulegen.
Es wurde für mich schließlich eine Netto-Zielzeit von 1:30:54, Platz 51 (5. in AK M50). Wie ihr mich kennt, bin ich damit voll zufrieden, ansonsten hätte ich ja einfach schneller laufen können ;-)
Der Regen ist irgendwie unterwegs auf der Strecke geblieben, sogar Sonne war mal kurz zu sehen, änderte nichts daran dass wir alle ausgesehen haben wie Drecksäue.
Im Nachzielbereich wartete der verdiente Weckmann, diesmal überreicht mit der Frage: "und, zufrieden?", das konnte ich mit "ja, voll!" bestätigen, dafür gabs ein Smiley auf der Startnummer.
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Ein paar der schnellen Hirsche aus der ersten Hälfte konnte ich wiederfinden und abklatschen (danke Axel fürs Ziehen), der Rückweg zum Parkplatz war dank Trail.Broz Stephan sehr kurzweilig, auf knappen zwei Kilometern kann man schon eine gehörige Menge fachsimpeln.
Nikki Johnstone hat übrigens den ersten Platz mit neuem Streckenrekord von 1:10:07 gesetzt. Wahnsinn!
Für mich war es mal wieder ein echt schöner und erfüllter Tag und der letzte Wettkampf dieses Jahres.
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Lieber Christian, danke sehr, ich bin sogar davon überzeugt dass mich (zumindest gestern) andere Schuhe eher gebremst hätten. Die Überlegung war kurz da auf griffige Trailschuhe auszuweichen, aber wozu wenn es die V-Trail gibt?! Der Lauf macht schon Spaß, von der Umgebung war wegen Regen nicht viel zu sehen, aber ich war zum dritten mal dabei und kenne "jeden Baum". Über meine Verhältnisse bin ich nicht gegangen, war irgendeine Kopfsache die mich etwas weggebremst hat. Nächstes mal dann mit Karacho :-) Danke!
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Die Freundin von Nikki war übrigens am gleichen Tag mit mir beim Platinman und gewann die Frauenwertung.
Mein Glückwunsch zur schnellen Zeit! Der Kurs ist bestzeitentauglich, jedenfalls bin ich dort meine HM-pB im Jahr 2015 gelaufen. Ich war auch in minimalem Schuhwerk unterwegs. Damals bohrte sich ein Stein durch die Sohle in meine Ferse, um mich zusätzlich "anzuspornen".
  
Dioni haut ja auch alles weg, unglaublich die beiden.
Danke! Auf deine pB-Zeit werde ich auf der Strecke wohl nicht mehr kommen (hab eben mal geschaut), möchte mich aber auch nicht mit deiner Methode anspornen. Aber wer weiß, nächstes Jahr wird sich noch was schnelles finden, die 1:29 will ich auf jeden Fall haben. Himmelgeist HM könnte dafür passen.