Wie?

Tipps? Hab ich nicht.

Jeder ist anders, jeder hat einen anderen Anspruch ans Laufen.
Das Allerwichtigste: Laufen macht Spaß, darum geht es und das soll so bleiben.

Ich war noch nie bei einem Laufcoach, hab keinen Lauflehrer, bin in keiner Laufgruppe oder einem Verein, sondern beobachte mich und andere Läufer, lese was ich zwischen die Finger bekomme und versuche aus den gesammelten Werken mit viel Geduld die für mich geeigneten Methoden zu nutzen. Es wäre also wirklich anmaßend von mir, euch Tipps geben zu wollen.

Meine eigenen bisherigen Erfahrungen und "Erkenntnisse" teile ich natürlich sehr gerne, wenn sich mit Sicherheit auch das eine oder andere bei weiterer Entwicklung mal ändert:
- Gedämpfte Schuhe sind nichts für mich, ich mag das direkte und natürliche Laufen, meine Schuhe sind möglichst minimal und besitzen keine Sprengung ("Zero Drop").
- Lasst euch nicht von der Laufschuhindustrie verrückt machen, die wollen Geld verdienen. Nicht jede neue Innovation ist gut für euren Laufstil.
- Immer wieder mal Barfuss laufen. Das schult die Stabilität, sowie Koordination und macht richtig Spaß wenn man sich daran gewöhnt hat. Barfuss-Anfänger: fangt langsam an. Wirklich langsam. Also echt langsam! Sowohl in Tempo als auch in Streckenlänge. Der Erfolg kommt von selbst.
- Kurze Schritte machen, Fersenlauf abgewöhnen, Energie sparen.
- Die liebe ausgewogene Ernährung ... das sollte man echt nicht unterschätzen. Kein Junkfood mehr, sondern vollwertige Nahrungsmittel. Nicht jeden Ernährungswahn/-hype mitmachen, Basics beachten. Oma wusste da oft mehr als die heutigen Ernährungsempfehlungen.
- Power-Gels und Iso-Getränke hab ich weitgehend verbannt. Wasser (+Salztabletten) und zb. Datteln bringen mehr als jedes überteuertes Gel.
- Ich bin notorischer "Alleine-Läufer" und Minimalist. Keine Musik unterwegs, das Smartphone bleibt zuhause (möglichst wenig Zeug mitschleppen) und falls jemand mitkommt: kein Gequatsche. Es geht ums Laufen, um die Konzentration auf Atmung und Schritt-Rhythmus, unterhalten können wir uns hinterher.
- Bei Strecken unter 15km brauchst du bei normalen Temperaturen unterwegs nichts trinken. Ehrlich. Ich komme mittlerweile sogar bei meinen 30km Läufen ohne aus. Schlepp kein überflüssiges Zeug mit. Besser: vorher "tanken", also immer wieder über mehrere Stunden vor dem Lauf verteilt kleine Mengen trinken. Der erste Durst beim Rennen ist oft überhaupt kein Durst, sondern nur ein trockener Mund, achtet da mal darauf.
- Puls/GPS-Uhr ... muss nicht, hilft aber speziell am Anfang um sich ein wenig zu kontrollieren. Aber bitte nicht ständig drauf starren, sondern nur sporadisch mal checken. Oder noch besser: einschalten - laufen - ausschalten - Daten kontrollieren.
- Ziele stecken. Auch unterwegs. Wir haben mehr Energievorräte als wir glauben, manchmal muss man einfach seine Grenzen ausloten und zb noch 2 km dranhängen, dabei ordentlich Dampf machen und dann erstaunt sein.
- Intervalle und Pausen. Nicht jeden Tag die gleiche Strecke runterreissen, sondern den Umfang in Intervallen steigern und Erholung zwischendurch nicht vergessen.
- Laufband? Nein! Geh raus! Bei Wind und Wetter, das macht Spaß, tut gut, freut den Körper, wir brauchen das.
- Ausgleichsport. Laufen ist klasse, aber etwas einseitig, vergiss den Rest vom Körper nicht, besonders der Rücken freut sich über Zuwendung.


(zuletzt bearbeitet: 05.05.2018)